Fam. Schachtler-Risi

Guilhelm VON AUTUN

Guilhelm VON AUTUN

männlich um 754 - 812  (~ 58 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Guilhelm VON AUTUN  [1] 
    Geburt um 754  Autun, Saône-et-Loire, Bourgogne, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • ehem. Gellone
    Geschlecht männlich 
    Dynasty Wilhelmiden  [2] 
    Nickname Kurznase 
    Tod 28 Mai 812  Saint-Guilhem-le-Désert, Hérault, Languedoc-Roussillon, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Gellone
    Beerdigung vor 1793  Saint-Guilhem-le-Désert, Hérault, Languedoc-Roussillon, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2537  schap
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

    Vater Theoderich VON AUTUN,   geb. zwischen 715 und 720, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. Feb 782, Toulouse, Haute-Garonne, Midi-Pyrénées, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 67 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Aude PIPPINIDA,   geb. um 724, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 804, Quierzy, Aisne, Picardie, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 80 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Notizen 
    • Kinder:
      F Aldana VON AUTUN
    Familien-Kennung F7394  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1   
    Eheschließung zwischen 777 und 785 
    Notizen 
    • Wilhelm von Aquitanien hatte zwei Ehefrauen: Kunigunde und Guitburge/Witburg, wobei die Reihenfolge der Ehen nicht mehr feststellbar ist. Als seine Kinder werden nur Bernhard, Witcher, Gaucelm und Helinbruch angegeben. Von der Forschung werden ihm aber Kinder zugeordnet.

      Vermutlich von Kunigunde stammen:
      Berà Graf von Rasès; + vor 814; oo Romilla
      Witcher, 804 bezeugt; + wohl vor 824
      Hildehelm, 804 bezeugt; + wohl vor 824
      Helinbruch, 804 bezeugt; + wohl vor 824
      Herbert, 803 mit dem Vater vor Barcelona, 803/43 bezeugt
      Bernhard, 804/44 bezeugt, bis 830 Graf von Autun, bis 831 Markgraf von Septimanien, 834 in Burgund, 844 enteignet; oo 24. Juni 824 in Aachen Dhuoda; + nach 2. Februar 843, Schwester von Aribert
      Gerberga (Gariberga), vermutlich identisch mit der Nonne aus Châlon, die 834 in Chalon-sur-Saône wegen Zauberei mit ihrem Bruder ertränkt wurde
      Aus der zweiten Ehe stammen wohl:
      Gaucelm, 804 bezeugt, vermutlich identisch mit dem Graf von Roussillon, der 834 in Chalon-sur-Saône wegen Zauberei mit seiner Schwester gekoepft wurde.
      Teddericus (Dietrich) III.; + kurz nach 826, Graf von Autun
      Werner (Guarnierius)
      Rothlindis; oo Wala (Karolinger)
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Aquitanien
    Kinder 
     1. Rotlinde Hellinburge VON GELLONE,   geb. 785, Vermandois, Picardie, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. nach 820, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter > 36 Jahre)  [Vater: natural]
    Familien-Kennung F1064  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

    Familie 2 Kunigunde VON RAZÈS,   geb. um 755   gest. vor 795 (Alter ~ 39 Jahre) 
    Notizen 
    • Kinder:
      F NN VON TOULOUSE
      M Berà IV. VON RAZES
      F Gerberga VON TOULOUSE
      M Witcher VON TOULOUSE
      M Hildehelm VON TOULOUSE
      M Helimbruch VON TOULOUSE
      M Heribert VON TOULOUSE
    Kinder 
     1. Heribert VON TOULOUSE,   geb. zwischen 779 und 780, Aquitaine, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. um 843 (Alter ~ 64 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F6013  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Wilhelm VON AQUITANIEN (kniend)
    Wilhelm VON AQUITANIEN (kniend)

  • Notizen 
    • Wilhelm von Aquitanien (auch Wilhelm von Gellone, Wilhelm der Heilige, Guillaume de Gellone, Guillaume au Court Nez, Wilhelm Kurznase, Guilhem u.a.; + wohl 28. Mai 812 in Gellone, heute Saint-Guilhem-le-Désert bei Montpellier in Frankreich) aus dem nach ihm benannten Hause der Wilhelmiden war von 790 bis zum Jahr 806, als er sich in ein Kloster zurückzog, Graf von Toulouse. Sein Nachfolger in Toulouse wurde Beggo I., dem 811 dann die Grafschaft Paris anvertraut wurde. In der Katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

      Wilhelm war Sohn des Grafen Theodorich von Autun und dessen Frau Aldana, die vielleicht eine Tochter des fränkischen Hausmeiers Karl Martell war (was aber umstritten ist), womit er ein Cousin von Kaiser Karl dem Großen gewesen wäre.
      Karl der Große ernannte Wilhelm 789/90 als Nachfolger des abgesetzten Grafen Chorso zum Grafen von Toulouse. In seiner Funktion als militärischer Befehlshaber führte er wohl den Titel eines dux, wenngleich sich dies nicht explizit in den Quellen nachweisen lässt. Eventuell war er für die Rückeroberung der Stadt Nimes verantwortlich, doch musste er 793 bei der Schlacht am Fluss Aude gegen ein größeres arabisches Heer eine Niederlage hinnehmen. In den Quellen wird jedoch immer wieder der Mut des Grafen betont, so auch bei den folgenden Auseinandersetzungen mit den Arabern. 801 eroberte er gemeinsam mit Ludwig dem Frommen die Stadt Barcelona, übte danach für kurze Zeit die Herrschaft in Katalonien aus. Die „Vita Hludowici imperatoris“ Thegans berichtet zudem, dass ein Wilhelm im Jahr 801 bei Córdoba kämpfte, doch ist hier die Zuordnung zum Grafen von Toulouse unsicher.
      Wilhelm wurde ein besonders enger Vertrauter des späteren Kaisers Ludwig während dessen Herrschaftszeit in Aquitanien. In der Forschung wird teils angenommen, dass Karl der Große den jungen Grafen gezielt in eine Vertrauensposition gesteuert hatte, um so auch Einfluss auf seinen Sohn auszuüben.
      Im Dezember 804 gründete Wilhelm die Abtei Gellone, die er mit Mönchen aus dem nahegelegenen Aniane besiedelte. Am 29. Juni 806 (so zumindest die Angabe in einer Heiligenvita) trat er selbst in das Kloster ein, jedoch nicht in führender Stellung, sondern blieb bis zu seinem Tod Einsiedler. Das Kloster trug anfangs den Namen St. Crucis nach einer Kreuzreliquie, die Karl der Große Wilhelm anlässlich seines Eintritts ins Kloster schenkte.
      Wilhelm starb in Gellone und wurde hier auch bestattet. Sein Grab wurde zum Wallfahrtsort und Saint-Guilhem-le-Désert ist eine der Stationen auf der Via Tolosana, dem südlichsten der vier Jakobswege in Frankreich. Im Jahr 1066 wurde Wilhelm heiliggesprochen (er gilt als Schutzheiliger der Waffenschmiede), das Kloster wurde ab dem 12. Jahrhundert nach ihm Saint-Guilhem-le-Désert genannt. 1139 wurden die Reliquien Wilhelms transferiert, 1793, also während der Französischen Revolution zerstreut; die Ueberreste dieser Reliquien befinden sich heute in der Basilika St-Sernin de Toulouse.
      Die Besiedlung Gellones durch Mönche aus Aniane führte im 11. Jahrhundert zum Streit zwischen den beiden Klöster um die Frage, ob Gellone selbständig sei oder Aniane unterstehe. Der Streit wurde um 1092 durch Rom zugunsten Gellones entschieden, allerdings wurde der Urteilsspruch in Aniane wohl nicht akzeptiert.
      In dem 'Chanson de Guillaume', einem der großen Epen der Altfranzösischen Epik, wird der Held Guillaume d'Orange (oder Guillaume de courbe nez) verherrlicht, der auf Wilhelm von Aquitanien zurückgeht. Dieser Stoff wurde ca. 1210/1220 von Wolfram von Eschenbach in seinem „Willehalm“ ins Deutsche übertragen.
      Wilhelms Eltern sind aus mehreren Quellen bekannt. Ueber seine Geschwister und Kinder wird hingegen in jenen Urkunden Auskunft gegeben, die sich mit der Gründung der Abtei Gellone befassen. Diese Urkunden existieren in zwei Ausführungen, sind zum 14. bzw. 15. Dezember 804 datiert, stammen aber tatsächlich aus dem 11. Jahrhundert und haben den Streit zwischen den Klöstern Gellone und Aniane zum Hintergrund; die Dokumente gehen wohl auf die (verlorene) Originalurkunde zurück, sind jedoch anscheinend so verfälscht, dass der ursprüngliche Inhalt kaum mehr feststellbar ist.
      Nach diesen Urkunden waren seine Brüder Theudoinus, Graf von Autun, Theodoricus und Adalhelm. Seine Schwestern hießen Albana und Bertana. Seine Ehefrauen waren Kunigunde und Guitburge oder Witburg und Kunigunde, so dass die Reihenfolge der Ehen hier nicht mehr feststellbar ist. Als seine Kinder werden nur Bernhard, Witcher, Gaucelm und Helinbruch angegeben. Von der Forschung werden ihm aber elf Kinder zugeordnet.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Aquitanien

  • Quellen 
    1. [S204] Steinlin, Uli W., Die Vorfahren der Familie Steinlin von St. Gallen, Guilhelm, Comte D'AUTUN (755), + 812 (Gellone).
      340-8.1


    2. [S179] Stammlisten - Herrscherlisten, (Name: wikipedia et alt.;), Wilhelmiden.
      Die Liste enthält die detaillierte Stammliste der Wigeriche. Gemeint sind damit die Herzöge von Ober- und Niederlothringen sowie die Seitenlinie der Grafen von Luxemburg. Für die Grafen und Fürsten von Salm siehe Stammliste des Hauses Salm.

      mit Stammliste

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelmiden