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- Ealdgyth (auch: Edith in modernem Englisch) war vermutlich der Name der Ehefrau von Sigeferth, Thane aus Mittelengland, und später Ehefrau von König Edmund II. von England. Heutige Historiker halten sie in der Regel auch für die Mutter von Edmunds Söhnen, Eduard Ætheling and Edmund Ætheling.
Ealdgyth taucht erstmalig für das Jahr 1015 in den historischen Quellen auf: Im Frühjahr oder Frühsommer 1015 rief König Æthelred eine Versammlung der englischen Mächtigen in Oxford ein. Heutige Historiker vermuten, dass die Wahl des Versammlungsortes dadurch bedingt sein könnte, dass Oxford gut von nördlichen und südlichen Landesteilen erreichbar war und den Süden und den Norden, der vor allem Sven Gabelbart gegenüber loyal gewesen war, versöhnen sollte. Ferner hatte der Ealdorman Eadric Streona, ein wichtiger Berater des Königs, in Oxford ein Haus.
Während der Versammlung lockte Eadric Sigeferth und Morcar in eine Kammer und ließ sie dort ermorden. König Æthelred zog daraufhin die Ländereien der beiden Ermordeten ein und ließ die Witwe von Sigeferth verhaften und in Malmesbury inhaftieren. Der Chronist Johannes von Worcester nennt den Namen der Witwe: Ealdgyth. Die Hintergründe für den Doppelmord lassen sich aus den heute überlieferten Quellen nicht rekonstruieren, aber möglicherweise, so heutige Historiker, wurden Sigeferth und Morcar der Untreue gegenüber dem König verdächtigt, zumal sie ihre Machtbasis im vom König kaum gehaltenen Norden hatten und sie mit Ælfgifu von Northampton verwandt waren, der Ehefrau des dänischen Königs Knut.
Der Mord an Sigeferth und Morcar beeinträchtigte nicht nur die politische Stabilität im Norden Englands, sondern erregte auch den Widerstand von Æthelreds Söhnen, die ebenfalls Beziehungen zum Norden hatten. Æthelreds Sohn Edmund ritt nach Malmesbury, befreite Sigeferths Witwe ohne Æthelreds Einverständnis aus ihrem Gefängnis und heiratete sie. Er reiste weiter in die Five Boroughs of Mercia, ergriff Besitz von den Ländereien von Sigeferth und Morcar und ließ sich dort als Herrscher anerkennen. Edmunds Aktivitäten und die Urkunden, die er in seinem eigenen Namen statt in dem des Königs ausgab, beurteilen heutige Historiker als Rebellion oder nahe an der Rebellion. Die Historikerin und Publizistin Annie Whitehead spekuliert ferner, dass Edmund und Ealdgyth sich durch die Verbindungen Edmunds in den Norden schon gekannt haben könnten. Wichtiger könnte aber gewesen sein, dass Ealdgyth möglicherweise Ländereien in den Five Boroughs besaß, und Edmunds Ehe mit ihr könnte Mercia bewegt haben, Edmunds Oberhoheit anzuerkennen.
Nach dem Tod Æthelreds kämpften zunächst Knut und Edmund um die Herrschaft in England, was schließlich in eine Teilung Englands mündete, mit Edmund als König in Wessex im Süden und Knut im Norden. Damit war Ealdgyth für kurze Zeit, bis zum frühen Tod Edmunds, Royal Consort des Königs. Als Edmund 1016 starb, wurde Knut als König von ganz England anerkannt. Ealdgyth, nun Edmunds Witwe, floh mit ihren minderjährigen Söhnen Eduard und Edmund nach Skandinavien. Ihr Sohn Edmund sollte im Exil sterben, während ihr Sohn Eduard während der Herrschaftszeit von Eduard dem Bekenner nach England zurückkehren sollte. Ueber Ealdgyths weiteres Schicksal ist nichts bekannt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ealdgyth_(Ehefrau_Edmunds_II.)
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