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- W?adys?aw der Vertriebene (auch: Wladislaw II. von Schlesien, W?adys?aw II. von Polen, W?adys?aw II. der Verbannte, polnisch W?adys?aw II Wygnaniec; * 1105; † 30. Mai 1159) war 1138-1146 Herzog von Schlesien sowie, als W?adys?aw II., Seniorherzog von Polen. Er war der Begründer der schlesischen Linie der Piasten.
W?adys?aw entstammte der polnischen Dynastie der Piasten. Seine Eltern waren Boles?aw III. Schiefmund und die ruthenische Prinzessin Sbys?awa Swjatopolkowna, Tochter des Großfürsten Swjatopolk von Kiew.
Um 1126 vermählte sich W?adys?aw mit Agnes von Babenberg (~1110-1157). Sie war eine Tochter von Markgraf Leopold von Österreich und Enkeltochter des Kaisers Heinrich IV. Der Ehe entstammten eine Tochter und drei Söhne.
Nach dem Tod von W?adys?aws Vater Boles?aw, 1138, wurde Polen an dessen vier Söhne verteilt. Um die Einheit zu wahren, bestimmte Boles?aw im Testament außerdem, dass dem jeweils Aeltesten seiner Nachkommen das Krakauer Gebiet mit dem Seniorat zufallen soll. W?adys?aw erhielt Schlesien und, da er der Aelteste war, auch das Krakauer Seniorat, damit das Supremat über das übrige Polen sowie die Oberherrschaft über die anderen Herzöge, seine jüngeren Brüder.
1142 berief Wladislaw II. einen Reichstag nach Krakau mit dem Ziel, das väterliche Testament anzufechten und seine Brüder abzusetzen. Er scheiterte jedoch an der Einwilligung der Reichsstände, welche die unverletzte Einhaltung des Testamentes forderten. Mithilfe russischer und deutscher Truppen konnte Wladislaw II. die festen Schlösser seiner Brüder einnehmen.
Auf dem Hoftag zu Kaina in Sachsen hatte W?adys?aw im April 1146 ganz Polen vom Reich als Lehen angenommen. Daraufhin wurde er vom Gnesener Erzbischof exkommuniziert und bald danach, zusammen mit seiner Familie, von seinen Halbbrüdern vertrieben. W?adys?aw fand Aufnahme beim römisch-deutschen König Konrad III., einem Halbbruder von W?adys?aws Ehefrau. Dieser wies ihm die Burg Altenburg als Wohnsitz zu. Sein Nachfolger als Herzog von Schlesien und im Krakauer Seniorat wurde sein nächstälterer Bruder Boles?aw IV. Kraushaar.
Nachdem sich die Römische Kurie ohne Erfolg für W?adys?aw eingesetzt hatte, gelang es durch die Vermittlung des Markgrafen der Nordmark, Albrecht „dem Bären“, dem späteren Markgrafen von Brandenburg, und Konrad von Wettin, die Kämpfe beizulegen. Boles?aw verpflichtete sich, auf dem Merseburger Hoftag 1152 zu erscheinen und das Lehensverhältnis anzuerkennen, hielt das Versprechen jedoch nicht ein. Nachdem er auch nicht bereit war, sich am bevorstehenden Feldzug Kaiser Friedrichs I. Barbarossa zu beteiligen, unternahm dieser 1157 einen Feldzug gegen Polen. Er drang bis vor Posen, in dessen Nähe sich Boles?aw im Lager Krzyszkowo aufhielt. Dort verpflichtete er sich gegenüber dem Kaiser zu einer Beteiligung am Italienzug und leistete den Lehnseid. Gleichzeitig versprach er, zum nächsten Hoftag zu kommen und seinen Bruder Kasimir als Geisel zu stellen.
Während des Feldzuges 1157 soll Boles?aw den Groeditzberg und Rimptsch besetzt haben und drang bis nach Wohlau vor, wo es Kämpfe gegen die Polen gegeben hat. Boles?aw verschanzte sich in den Suempfen und Morasten des heutigen Wohlau und erbaute auf Pfaehlen eine Holzburg, wo sich der heutige Schlossteich befindet. Diese Holzburg gilt als der Auftakt zur Gründung von Wohlau.
Nachdem W?adys?aw 1159 in Altenburger Exil verstorben war, hielt sich Boles?aw nicht an das gegebene Versprechen. Nach einer abermaligen Aufforderung am Hoftag zu erscheinen, gab er 1163 W?adys?aws Söhnen dessen Land zurück, so dass diese nach Schlesien zurückkehren konnten.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C5%82adys%C5%82aw_II._(Polen)
Gemäß der Nachfolgeordnung des Vaters wurde Wladyslaw II. als ältester Sohn 1138 Großfürst von Polen (Senior); er erhielt Schlesien und das Senioratsgebiet mit Krakau und Gnesen sowie die Oberaufsicht über die Mark Danzig (Pommerellen), während die jüngeren Halbbrüder Mieszko III. Stary mit dem westlichen Großpolen und Boleslaw IV. Kedzierzawy mit Masowien ausgestattet wurden; das Land Leczyca war das Wittum der Salome von Berg († 1144), der zweiten Gemahlin Boleslaws III. Wladyslaw II. strebte aber nach der Alleinherrschaft über Polen, und 1142-43 und erneut 1145 (nach dem Tod der Stiefmutter Salome) kam es zum Bürgerkrieg. Wladyslaw verfügte dabei über Hilfstruppen des Großfürsten Vsevolod von Kiev. Ende 1145 ließ Wladyslaw Peter Wlast, Palatin von Polen, blenden. 1146 belagerte er seine Halbbrüder in Posen, wurde aber von Eerbischof Jakub von Gnesen exkommuniziert, von den Halbbrüdern besiegt und aus Polen vertrieben. Wladyslaw bat König Konrad III., zu dem er schon vor 1138 ein Lehnsverhältnis eingegangen war, um Hilfe, doch blieb der von ihm unternommene Feldzug ohne Erfolg. Wladyslaw, der 1147-49 am 2. Kreuzzug teilnahm, bekam als Ausstattung die Pfalz Altenburg. 1157 intervenierte Kaiser Friedrich Barbarossa zugunsten Wladyslaws in Polen und besiegte Großfürst Boleslaw IV., der die Oberhoheit des Kaisers anerkannte, ihm im Feldlager von Krzyszków bei Posen Treue (aber keinen Lehnseid) schwor und sich zur Zahlung eines hohen Tributes verpflichtete. Erst nach dem Tod Wladyslaws übergab Boleslaw 1163 auf Druck des Kaisers den drei Söhnen Wladyslaws Schlesien. - Quelle: https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/piasten_polen/wladyslaw_2_der_vertriebene_herzog_1159/wladyslaw_2_herzog_1159.html
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