Fam. Schachtler-Risi

Luitfrid (Leodefred Leudefrid) VON ELSASS, I

Luitfrid (Leodefred Leudefrid) VON ELSASS, I

männlich 715 - 780  (~ 43 Jahre)


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  • Name Luitfrid (Leodefred Leudefrid) VON ELSASS  [1, 2, 3] 
    Suffix I 
    Geburt zwischen 700 und 715  Wissembourg, Bas-Rhin, Alsace, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Dynasty Etichonen  [4] 
    Tod zwischen 743 und 780 
    Personen-Kennung I5961  schap
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

    Vater Heiliger Adalbert VON ELSASS, I,   geb. zwischen 665 und 675, Obernai, Bas-Rhin, Alsace, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 723 (Alter ~ 58 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Heilige Gerlindis VON PFALZEL,   geb. zwischen 680 und 685, München, Bavaria, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. um 722 (Alter ~ 42 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Liutfrid VON ELSASS; * ca 0700, Königshoffen, Strasbourg F; + 0743; folgte dem Vater als Herzog nach
      M Eberhard VON EGISHEIM; + 0747 in Remiremont; Graf im Sundgau
      M Maso; Gründer der Abtei Masmünster (Masevaux)
      F Attala; * ca 0690; + 03. Dezember 0741 in Straßburg; erste Aebtissin von St. Stephan in Straßburg und katholische Heilige
      F Eugenia; + 16 Dez 0735 in Odilienberg; zweite Aebtissin des Klosters Hohenburg
      F Gundlinda; + 0720/ in Niedermünster; erste Aebtissin des Klosters Niedermünster und Heilige der katholischen Kirche
    Familien-Kennung F3264  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Hiltrudis (Edith) VON WORMSGAU   gest. um 755, Worms, Rheinland-Pfalz, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Matfried DE SENS: * 0735; + ca 0789
      M Gerard I DE PARIS: * ca 740; + 0779
      M Liutfrid II VON SUNDGAU: * ca 0740; + 0802
      F NN D'ALSACE: * /0755
    Kinder 
     1. Matfried VON SENS,   geb. 735, Strassbourg, Bas-Rhin, Alsace, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. um 789, Sens, Yonne, Bourgogne, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 54 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F5254  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

    Familie 2 Hiltrudis (Hildewinde) (),   geb. um 705 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Ruthard Graf IM NORDGAU; + 28 Jan 0765
      M Luitfrid II. Graf IM NORDGAU; * um 0745; + 0802
    Kinder 
     1. Luitfrid VON SUNDGAU, II.,   geb. um 745   gest. 802 (Alter ~ 57 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F3265  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    L-md
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  • Notizen 
    • Liutfrid (* um 700; + um 743) war ein fränkischer Adliger und unter der Herrschaft der Merowinger der fünfte bekannte Herzog im Elsass. Er gehörte dem nach seinem Vorgänger benannten elsässischen Herzogsgeschlecht der Etichonen an und war der letzte elsässische Herzog aus diesem Adelshaus.
      Liutfrid wurde als ältester Sohn des Elsässerherzogs Adalbert geboren. Sein Großvater Eticho war als Dux im burgundischen Pagus Attoriensis, dem Gebiet zwischen Dijon und Langres begütert und einflussreich, bevor er die Herzogswürde des Elsass übertragen bekam. Väterlicherseits bestand eine direkte Verwandtschaft mit jener burgundischen Adelsfamilie, die in der Spätphase der Merowingerherrschaft und unter den folgenden Karolingern als Sippe der Waltriche zu einer der einflussreichsten Familien im Fränkischen Reich aufsteigen sollte. Liutfrids Mutter Gerlindis war eine Tochter des Herzogs Eudo von Aquitanien. Seine beiden Schwestern Attala sowie Gundlinda waren Aebtissinnen einflussreicher elsässischer Klöster und werden, wie auch die gemeinsame Tante Odilia wurde als Heilige verehrt.
      Liutfrid folgte nach dem Tode seines Vaters Adalbert diesem als Herzog des Elsass nach; in einer Schenkungsurkunde der Abtei Honau vom 11. Dezember 723 wird er bereits als Dux bezeichnet. Ob Liutfrid vor der Verleihung der Herzogswürde das Amt eines Comes oder Grafen bekleidete, der im Gegensatz zum Dux keine militärische Aufgabe, sondern ausschließlich die Leitungsfunktion der Verwaltung innehatte, lässt sich aus den wenigen erhaltenen Zeitzeugnissen nicht mehr bestimmen. Als gesichert gilt, dass er die Amtsgeschäfte von Straßburg aus führte, da die Mehrzahl der von ihm erhaltenen Urkunden und Schriftstücke in der dortigen herzoglichen Kanzlei unter der Leitung des Presbyters Ansgar gefertigt wurden.
      Die von Eticho begründete Erbwürde des Herzogtums im Elsass in der etichonischen Familie konnte bei der Ernennung Liutfrids letztmals geltend gemacht werden. Das Ende der pippinidisch-karolingische Sukzessionskrise sowie die Ernennung Karl Martells zum Hausmeier des fränkischen Gesamtreiches im Jahr 718 beseitigten die Schwäche der königlichen Zentralgewalt in der Spätphase der Merowingerherrschaft und zwang in den Folgejahren die de facto selbständig gewordenen Dukate unter die karolingische Herrschaft.
      Trotz der wachsenden Macht Karl Martells gelang es Liutfrid, die Herrschaft über das Elsass und damit die etichonische Selbständigkeit noch einige Zeit zu wahren. In den Jahren von 734 bis 737 gewährte er dem im Speyergau, damit im austrasischen Machtbereich gelegenen Kloster Weißenburg einen schmalen Zugang zum Elsass und stiftete der Abtei die Einkünfte, die ihm pro lege als Herzog aus den Abgaben der Orte Betschdorf, Niefern, Gœrsdorf und Preuschdorf zustanden. Der Umstand, dass es sich hierbei um Fiskaleinkünfte handelte, die in der Merowinger- und Karolingerzeit dem König vorbehalten waren, legt davon Zeugnis ab, dass sich Liutfrid formal als königlicher Amtsträger verstand, der sich dem Herrschaftsanspruch Karl Martells als Hausmeier oder Dux Francorum nicht beugen wollte.
      Diesen Bekundungen eigener Macht und Stärke stand ab der Mitte der dreißiger Jahre des 8. Jahrhunderts ein stetig zunehmender Verlust politischer Autorität im Herzogtum zugunsten des Hausmeiers des Frankenreiches gegenüber. Bereits 734 konnte Karl Martell die Leitung des für die Etichonen so wichtige Bistums Straßburg seinem Vertrauten Heddo sichern, ohne dass Liutfrid, dem Vernehmen nach, ein Mitspracherecht bei der Besetzung des Bischofsamtes in seinem Herzogtum eingeräumt wurde. Der Tod des Hausmeiers im Jahr 741 brachte für Liutfrid keine Wendung in der politisch angespannten Situation, zumal Karl Martell das Frankenreich wie ein König unter seinen Söhnen Karlmann und Pippin als Erbe aufteilte.
      Mit dem Aufstand der Alemannen unter Herzog Theudebald im Jahr 742, der auch auf das Elsass und damit das fränkische Reichsgebiet übergriff, endete die Unabhängigkeit des etichonischen Herzogtums. Karlmann, als Nachfolger seines Vaters Hausmeier und oberster Kriegsherr Austrasiens, entmachtete Liutfrid und unterstellte das Herzogtum seiner Herrschaft. Ob Liutfrid freiwillig oder auf, möglicherweise militärischen, Druck der Karolinger auf die Herzogswürde verzichtete, bleibt ungewiss. Jedoch deutet eine Schenkungsurkunde Liutfrids an das Kloster Weißenburg vom 15. Juni 742, in der bereits der Titel „Dux“ entfallen ist, darauf hin, dass sein Rückzug unter Zwang erfolgte - so tritt in der Urkunde an exponierter Stelle ein Ruadhartus als Zeuge auf, der als Beauftragter Karlmanns dessen Herrschaftsanspruch durchsetzte und später mit dem Blutgericht zu Cannstatt auch die Selbständigkeit des Herzogtums Alemannien gewaltsam beendete.
      Mit der Schenkungsurkunde von 742 verliert sich die geschichtliche Spur Liutfrids - ungewiss bleibt, ob er sich auf die Besitzungen seiner Familie zurückzog, von Karlmann beseitigt wurde oder in den heftigen Kämpfen des Alemannenaufstandes umkam. Nach seiner Herrschaft wurde das Herzogtum Elsass endgültig aufgelöst und das Land dauerhaft in das Frankenreich integriert. Einzig sein Bruder Eberhard fand als Comes des Sundgau in den folgenden Jahren noch urkundliche Erwähnung.
      Liutfrid war in erster Ehe mit Hiltrudis verheiratet; aus dieser Ehe entstammte der Sohn Hildifrid. Zwischen 739 und 742 ging er eine zweite Ehe mit Theutila ein.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liutfrid

  • Quellen 
    1. [S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Liutfrid.
      Liutfrid (* um 700; † um 743) war ein fränkischer Adliger und unter der Herrschaft der Merowinger der fünfte bekannte Herzog im Elsass. Er gehörte dem nach seinem Vorgänger benannten elsässischen Herzogsgeschlecht der Etichonen an und war der letzte elsässische Herzog aus diesem Adelshaus. - Liutfrid wurde als ältester Sohn des Elsässerherzogs Adalbert geboren.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liutfrid

    2. [S188] Community, _GeneaNet, (Name: Geneanet SAS; Location: 165 bis, rue de Vaugirard / 75015 Paris / France; Date: 1996;), _Familiengeschichte von gratienne, +(33)1 42 74 40 30.
      Stammbaumbesitzer : gratienne

      https://gw.geneanet.org/gratienne

    3. [S188] Community, _GeneaNet, (Name: Geneanet SAS; Location: 165 bis, rue de Vaugirard / 75015 Paris / France; Date: 1996;), _Ernst J FREI, +(33)1 42 74 40 30.
      Stammbaumbesitzer : Ernst J FREI (ejf)

      https://gw.geneanet.org/ejf

    4. [S179] Stammlisten - Herrscherlisten, (Name: wikipedia et alt.;), Etichonen.
      Etichonen wird ein elsässisches Herzogsgeschlecht nach Herzog Eticho genannt, der Mitte des 7. Jahrhunderts einer der ersten bekannten Herzöge des Elsass war und die Erblichkeit der Herzogswürde begründete. Das Geschlecht spielte in der Geschichte des Elsass im frühen Mittelalter eine wichtige Rolle.

      mt Stammlisten der Etichonen, Liutfriden und Eberharde

      https://de.wikipedia.org/wiki/Etichonen