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Palatina VON ANGOULÊME, geb. zwischen 535 und 542, Angoulême, Charente, Poitou-Charentes, France gest. um 575 (Alter ~ 40 Jahre)
Beziehung
natural
Eheschließung
um 560
Notizen
Kinder:
M Bodogisel VON DEN FRANKEN / VON NEUSTRIEN; * ca 0552-55; + 0589/
M Bertulf VON NEUSTRIEN; * ca 0550; + ca 0592
F NN VON NEUSTRIEN; * ca 0557; + 0606/
Nicht zu verwechseln mit:
Bodegisel (Sohn des Mummolin von Soisson): In der älteren Forschung wurde Bodegisel oft als Sohn des Mummolin von Soissons identifiziert. Die modernere historische Forschung (insbesondere durch Christian Settipani) trennt diese Identitäten auf und sieht in dem Gesandten nach Konstantinopel den Sohn des Herzogs Mummolinus, unterscheidet ihn aber von parallelen Trägern des Namens im westlichen Teilreich (Neustrien).
Bogo (Bobo): Ein zeitgenössischer fränkischer Herzog in der Auvergne, der in den Quellen teilweise ähnliche Namensformen aufweist, jedoch eine eigenständige historische Person darstellt.
Arnulf von Metz: Sein berühmter Sohn (582–640). Der hochangesehene Bischof und Berater des Königs Dagobert I. darf nicht mit der Generation seines Vaters vermengt werden.
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Boggis (wohl als Kurzform von Bodogisel) war Herzog von Aquitanien. Er lebte vermutlich im 6. oder 7. Jahrhundert.
In der Weltchronik des Sigebert von Gembloux aus dem Beginn des 12. Jahrhunderts wird der Ehefrau des Herzogs Boggis von Aquitanien, der hl. Oda von Amay, zum Jahr 711 gedacht. Das Jahr 711 bei Sigebert ist allerdings viel zu spät angesetzt, wie der Vergleich mit weiteren Nachrichten über Boggis und Oda lehrt.
Eine ausführlichere Quelle, die 'Vita Landiberti episcopi Traiectensis' (Vita des Bischofs Lambert von Maastricht) des Kanonikers Nikolaus aus dem 12. Jahrhundert, beschreibt Herzog Boggis von Aquitanien und seine Witwe Oda von Amay näher, Oda als amita, d. h. als Lamberts Tante väterlicherseits, die aus ihrem Vermögen mehrere Kirchen gestiftet habe.
In der 'Vita sanctae Odae viduae' aus dem 13. Jahrhundert erscheint Herzog Boggis als früh verstorbener Ehemann der Oda von Amay, die als Witwe den Schleier nahm und aus ihrem Vermögen freigiebig Kirchen stiftete.
Der Sarkophag der Chrodoara wurde 1977 in Amay ausgegraben. Die Untersuchungen legen eine Identität der Chrodoara mit Oda von Amay nahe.
In der Charta von Alaon wird Boggis als Sohn des Frankenkönigs Charibert II. (+ 632) und als Vater des Herzogs Eudo von Aquitanien (+ 735) bezeichnet und damit zum Bindeglied zwischen den Merowingern und dem ersten aquitanischen Herzogshaus. Da die Charta von Alaon, die vorgibt, aus dem Jahr 845 zu stammen, eine Fälschung des 17. Jahrhunderts ist, sind diese Angaben wertlos.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Boggis
589 als Gesandter in Byzanz, wurde bei einem Zwischenstop in Karthago von der Bevölkerung ermordet. - Quelle: Bernd Josef Jansen
Die Charta von Alaon nennt zwei Söhne des Frankenkönigs Charibert II. († 632), Boggis und Bertram. Boggis wird als Vater des historischen Herzogs Eudo von Aquitanien († 735), Bertram als Vater des heiligen Hubertus von Lüttich († 727) bezeichnet. Sie konstruiert somit ein Bindeglied zwischen den Merowingern und dem ersten aquitanischen Herzogshaus. Dadurch konnten bedeutende Familien des französischen Hochadels (z.B. die Gallard, Herzöge von Gramont, Montesquiou, La Rochefoucauld, Comminges und Lupé) eine Abstammung von den Merowingern behaupten, und auf dieser Basis als Nachkommen souveräner Könige eine Anerkennung als Princes étrangers anstreben. Der Historiker Joseph-François Rabanis wies jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts nach, dass die Charta von Alaon eine Fälschung des 17. Jahrhunderts ist. - Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Falsche_Merowinger
[S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Boggis.
Boggis (wohl als Kurzform von Bodogisel) war Herzog von Aquitanien. Er lebte vermutlich im 6. oder 7. Jahrhundert.