| Notizen |
- Prinzessin Ileana von Rumänien, rumänisch Domni?a Ileana a României (* 5. Januar 1909 in Bukarest; † 21. Januar 1991 in Ellwood City, Pennsylvania) war ein Mitglied des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen.
Ileana war die jüngste Tochter von sechs Kindern des rumänischen Königs Ferdinand I. (1865–1927) und seiner Ehefrau Prinzessin Marie Alexandra Victoria von Edinburgh (1875–1938), der ältesten Tochter des Herzogs Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha und der russischen Großfürstin Marija Alexandrowna Romanowa. Sie war somit mütterlicherseits eine Urenkelin der britischen Königin Victoria und des russischen Zaren Alexander II.
Die tiefe Abneigung ihrer Mutter gegen ihren Ehemann geht aus ihrem Briefwechsel mit ihrer geheimen Vertrauten, der Tänzerin Loïe Fuller, hervor. Des Weiteren hatte die Mutter eine langjährige Affäre mit dem Prinzen Barbu ?tirbey (1873–1946), Premierminister und engster Berater von König Karl I. und seinem Nachfolger Ferdinand I., und es wird vermutet, dass Ileanas jüngerer Bruder Mircea aus der Verbindung stammt. Wer Ileanas Vater ist, scheint bis heute [2025] ungeklärt.
Vor ihrer Heirat war Ileana Organisatorin und Leiterin der rumänischen Pfadfinderinnenbewegung. - Später engagierte sich Prinzessin Ileana in der Pfadfinderinnenbewegung in Österreich und war Präsidentin der österreichischen Pfadfinderinnen. Von 1935 bis zum Verbot der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung im Jahr 1938 nach dem Anschluss.
Am 26. Juli 1931 heiratete Prinzessin Ileana auf Schloss Pele? in Sinaia den ehemaligen Erzherzog Anton von Österreich-Toskana (1901–1987), dritter Sohn von Erzherzog Leopold Salvator und dessen Gattin, der spanischen Infantin Blanca de Castilla de Borbón. Nach der Heirat wurde Ileana und ihrem Ehemann von ihrem Bruder, König Karl II., aus politischer Rücksicht auferlegt, außerhalb von Rumänien zu leben. Das Ehepaar hielt sich daher zunächst in München und in Mödling bei Wien und später auf seinem Schloss Sonnberg in Österreich auf. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen sechs Kinder hervor.
Auch während ihres Lebens im Exil blieb Ileana eine glühende rumänische Patriotin. Während des Zweiten Weltkriegs diente ihr Ehemann bis Ende 1944 in der deutschen Wehrmacht [Luftwaffe] als Pilot. Nach seiner Entlassung ging er nach Bran, wo seine Familie auf dem Schloss lebte. In den Jahren von 1943 bis 1948 engagierte sich Ileana stark im Sanitätswesen und errichtete durch Spenden das Spital Inima Reginei in Bran. Nach dem Putsch und der Auflösung des Bündnisses Rumäniens mit Deutschland am 23. August 1944 waren das Paar, dessen Kinder und ihre Hausangestellten als deutsche Staatsbürger in Gefahr, interniert oder des Landes verwiesen zu werden. Aber erst als ihr Neffe, König Michael I., am 30. Dezember 1947 abdanken und das Land verlassen musste, wurde auch Ileanas Familie des Landes verwiesen. Die Familie hielt sich zunächst in der Schweiz und Argentinien auf, in den frühen 1950er Jahren zog sie mit ihren Kindern in die Vereinigten Staaten. Mit dem Verkauf ihrer Juwelen finanzierte Ileana den Kauf eines Hauses in Newton, Massachusetts. Im Jahr 1954 ließ sich das Ehepaar scheiden, und einige Monate später heiratete Ileana in Newton den Exilrumänen Stefan Nikolas Issarescu (1906–2002). Auch diese Ehe scheiterte und wurde 1965 geschieden.
Die Jahre von 1950 bis 1961 verbrachte Ileana damit, Vorträge gegen den Kommunismus zu halten, mit der rumänisch-orthodoxen Kirche in den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten und zwei Bücher zu schreiben: 'I Live Again', eine Erinnerung an ihre letzten Jahre in Rumänien, und 'Hospital of the Queen's Heart', in dem sie die Gründung und den Betrieb des Krankenhauses beschreibt.
1961 trat Ileana in das orthodoxe Kloster Notre Dame de Toute Protection (Unsere Liebe Frau von aller Schutz) in Bussy-en-Othe, Frankreich, ein. Bei ihrer Weihe zur Nonne im Jahr 1967 erhielt Schwester Ileana den Namen Mutter Alexandra. Sie kehrte in die Vereinigten Staaten zurück und gründete das orthodoxe Kloster der Verklärung in Ellwood City, Pennsylvania, das erste englischsprachige orthodoxe Kloster in Nordamerika. Sie war neben Prinzessin Alice von Battenberg und Prinzessin Elisabeth von Hessen die dritte weibliche Nachfahrin von Königin Victoria, welche Oberin in einem von ihr selbst gegründeten Kloster wurde. Sie war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1981 Äbtissin und blieb bis zu ihrem Tod im Kloster.
Ileana schrieb zahlreiche religiöse, spirituelle Bücher, die heute als wichtige Literatur der rumänisch-orthodoxen Kirche gelten. 1990 konnte Ileana, mittlerweile als Nonne Maica Alexandra, noch einmal Bran besuchen, ehe sie am 21. Januar 1991 verstarb.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ileana_von_Rum%C3%A4nien
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Princess_Ileana_of_Romania
|