Fam. Schachtler-Risi

Elisabetta (Isabel) FARNESE

Elisabetta (Isabel) FARNESE

weiblich 1692 - 1766  (73 Jahre)


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  • Name Elisabetta (Isabel) FARNESE 
    Geburt 25 Okt 1692  Parma, Emilia-Romagna, Italy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht weiblich 
    Tod 11 Jul 1766  Aranjuez, Madrid, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I23457  schap
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

    Vater Odoardo Ii. Farnese VON PARMA,   geb. 12 Aug 1666, Parma, Emilia-Romagna, Italy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 6 Sep 1693 (Alter 27 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Dorothea Sophie VON WITTELSBACH,   geb. 5 Jul 1670, Neuburg an der Donau, Neuburg-Schrobenhausen, Bavaria, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 15 Sep 1748, Parma, Emilia-Romagna, Italy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 78 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung 17 Mai 1690  Parma, Emilia-Romagna, Italy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    • Nachkommen:
      M Alessandro Ignazio (1691–1693)
      F Elisabetta (1692–1766). oo (1714) König Philipp V. von Spanien (1683–1746). Parma und Piacenza fielen durch ihre Ehe an die spanische Krone.

      Zu den Nachkommen Philipps V. und der Elisabeth Farnese gehören auch die spanischen Könige Juan Carlos I. und dessen Sohn Felipe VI.
    Familien-Kennung F17930  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Philipp VON PARMA, V.,   geb. 19 Dez 1683, Versailles, Île-de-France, France Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 9 Jul 1746, Madrid, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 62 Jahre) 
    Eheschließung 24 Dez 1714  Guadalajara, Castilla-La Mancha, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Karl III. (1716–1788) König von Spanien ? 1738 Maria Amalia von Sachsen (1724–1760)
      M Franz von Spanien (*/† 1717)
      F Maria Anna Viktoria von Spanien (1718–1781) ? 1729 Joseph I. (1714–1777) König von Portugal
      M Philipp von Spanien, Herzog von Parma (1720–1765) ? 1738 Marie Louise Élisabeth von Frankreich (1727–1759)
      F Maria Teresa von Spanien (1726–1746) ? 1745 Ludwig von Frankreich, Dauphin von Frankreich (1729–1765)
      M Ludwig Anton von Spanien, Graf von Chinchón und Erzbischof (1727–1785) Erzbischof
      F Maria Antonia von Spanien (1729–1785) ? 1750 Viktor Amadeus III. (1726–1796) König von Sardinien-Piemont
    Kinder 
     1. Philipp VON PARMA,   geb. 15 Mrz 1720, Madrid, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 18 Jul 1765, Alessandria, Piemonte, Italy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 45 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
     2. König Carlos VON BOURBON,   geb. 20 Jan 1716, Madrid, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 14 Dez 1788, Madrid, Spain Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 72 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F17926  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 25 Okt 1692 - Parma, Emilia-Romagna, Italy Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEheschließung - 24 Dez 1714 - Guadalajara, Castilla-La Mancha, Spain Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 11 Jul 1766 - Aranjuez, Madrid, Spain Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Elisabetta Farnese (1692-1766)
    Elisabetta Farnese (1692-1766)
    Elisabeth Farnese als spanische Königin (Bildausschnitt)

  • Notizen 
    • Elisabetta Farnese (* 25. Oktober 1692 in Parma; † 11. Juli 1766 in Aranjuez) war – unter dem Namen Isabel de Farnesio – durch ihre Ehe mit König Philipp V. von Spanien vom 24. Dezember 1714 bis 14. Januar 1724 und vom 6. September 1724 bis 9. Juli 1746 Königin von Spanien. Sie übte während der Regierungszeit ihres Gatten einen bedeutenden politischen Einfluss aus. Vor allem interessierte sie sich für die Außenpolitik und suchte ihren Söhnen mit den Machtmitteln Spaniens in Italien Fürstentümer zu verschaffen. Nach dem Tod Philipps V. 1746 verlor sie unter der Regierung ihres Stiefsohns Ferdinand VI. ihren politischen Einfluss. Als Ferdinand im August 1759 starb, fungierte sie bis zur Ankunft ihres Sohns Karl III. in Madrid (Dezember 1759) als Regentin. Auch Karl, der neuer König wurde, räumte seiner Mutter kein politisches Mitspracherecht ein.
      Elisabetta war das zweite Kind und die einzige Tochter des Erbherzogs Odoardo II. Farnese von Parma und Piacenza (1666–1693) und seiner Gemahlin Dorothea Sophie von Pfalz-Neuburg. Ihr Vater starb im September 1693, als sie erst ein Jahr alt war. Ihre Mutter Dorothea Sophie heiratete im Dezember 1695 den Halbbruder ihres Gemahls Francesco Farnese, doch konnte dieser aufgrund seiner Fettleibigkeit keine Kinder zeugen, so dass sich abzeichnete, dass Elisabetta das Herzogtum Parma erben würde.
      Über Elisabettas Kindheit ist wenig bekannt. Sie wurde als eigensinnig und willensstark charakterisiert. Zu ihrem Onkel und Stiefvater besaß sie ein herzliches Verhältnis und führte mit ihm später, als sie spanische Königin war, eine ständige Korrespondenz. Dorothea Sophie hingegen behandelte ihre Tochter sehr streng und hatte zu ihr eine unterkühlte Beziehung. Bei vielen öffentlichen Feierlichkeiten trat Elisabetta an der Seite ihrer Mutter auf. Sie erlernte Deutsch, Französisch, Latein und Spanisch; außerdem wurde sie u. a. in Geschichte, Geographie, Philosophie und Religion unterrichtet. Laut dem Herzog von Saint-Simon besaß sie jedoch nur eine mittelmäßige Intelligenz und war wenig an intellektueller Betätigung interessiert; im Erwachsenenalter las sie fast nur religiöse Werke. Eine größere Leidenschaft entwickelte sie für Tanzen und Musik. Ferner hatte sie nur ein geringes Verständnis für politische Mechanismen.
      Beim Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs (1701) versuchte der Herzog Francesco Farnese, seine Neutralitätspolitik aufrechtzuerhalten. Am Hof von Parma überwog eine anti-österreichische Haltung. Dennoch rückte eine kaiserliche Armee 1702 ins Parmesanische ein, und Prinz Eugen zwang einige Städte des Herzogtums, Besatzungstruppen aufzunehmen. Schließlich musste sich das Herzogtum auf die Seite der Kaiserlichen stellen, und es wurde durch Joseph I. als deutsches Reichslehen deklariert. Dank des diplomatischen Geschicks des italienischen Staatsmanns und späteren Kardinals Giulio Alberoni konnte der parmesanische Hof seine Beziehungen zu Spanien aufrechterhalten. Elisabetta Farnese erkrankte 1710 an Pocken, in einer Epidemie, die angeblich durch den Durchzug deutscher Armeen in der Poebene ausgebrochen war. Von dem durch die Krankheit, die sie nur knapp überlebte, verursachten Ausschlag blieben Narben im Gesicht zurück. Dennoch gab es genügend Bewerber um ihre Hand, u. a. Viktor Amadeus von Savoyen, Fürst von Piemont, sowie Francesco III. d’Este, künftiger Herzog von Modena.
      Elisabetta beerbte den kinderlosen letzten Herzog Antonio Farnese, der am 20. Januar 1731 starb. Das Erbe bestand aus dem Herzogtum, aber auch dem Besitz der Familie in und um Rom, dem Palazzo Farnese, der Villa Farnese, der Villa Farnesina, vor allem aber den Farnesischen Sammlungen.
      1714 bahnte sich die Eheschließung von Elisabetta Farnese und dem spanischen König Philipp V. (1683–1746) aus der Dynastie der Bourbonen an. Bereits kurz nach dem Tod seiner ersten Gemahlin Maria Luisa Gabriella von Savoyen (14. Februar 1714) hielt Philipp V. nach einer neuen Braut Ausschau, wobei es freilich keinen Mangel an Kandidatinnen gab. Giulio Alberoni, der als Geschäftsträger des Herzogs von Parma am Hof zu Madrid weilte, suchte daraufhin sofort eine Heirat von Elisabetta Farnese mit dem spanischen König einzufädeln. Hierzu wandte er sich an die Madame des Ursins, die als Leiterin des Hofstaats der verstorbenen Königin Maria Luisa Gabriella fungiert und in Spanien eine sehr einflussreiche Stellung erlangt hatte. Sie sollte im Auftrag Ludwigs XIV. maßgeblich die spanische Außenpolitik im Sinne der Wahrung der französischen Interessen mitbestimmen. Alberoni äußerte gegenüber dieser machthungrigen Adligen, dass Philipp V. Elisabetta bezaubernd finden würde, und da die Farnese-Prinzessin unerfahren und ungebildet sei sowie kaum politische Ambitionen hege, könne Madame des Ursins sie leicht beherrschen. Außerdem sei Elisabetta die Erbin des Herzogtums Parma und besitze als Nachfahrin von Margherita de’ Medici, der Gattin Odoardos I. Farnese, auch die unmittelbaren Rechte für die Thronfolge in der Toskana. Dies war für Philipp V. bedeutsam, da er durch den Frieden von Utrecht (1713) auf seine italienischen Territorien hatte verzichten müssen und nun wieder die Aussicht hatte, in Italien Fuß zu fassen. Mit diesen Argumenten gewann der geschickte Diplomat Alberoni Madame des Ursins für seine Pläne, so dass er im Juni 1714 in einem nach Parma gesandten Brief mitteilen konnte, dass die am spanischen Hof so einflussreiche alte Dame nun ebenfalls Elisabetta für die geeignetste Braut Philipps V. halte.
      In der Folge trat Madame des Ursins als erfolgreiche Vermittlerin des Eheprojekts auf. Philipp V. vertraute ihrer Wahl, und sie erlangte ferner die Zustimmung Ludwigs XIV. zur beabsichtigten Heirat; schließlich war auch Papst Clemens XI. zufrieden. Philipp V. entsandte den Kardinal Francesco Acquaviva Ende Juli 1714 nach Italien, um die Heiratsbedingungen auszuhandeln. Der Ehevertrag wurde am folgenden 25. August unterschrieben. Die Mitgift betrug einschließlich des Werts von Elisabettas Schmuck 200'000 Gold-Scudi. Die letzten Verhandlungen verliefen allerdings schwieriger, da Madame des Ursins dem Heiratsprojekt gegenüber misstrauisch wurde; vielleicht witterte sie in der jungen Farnese eine Gefahr für ihre Machtstellung. Elisabetta vermochte indessen den Sondergesandten des Sonnenkönigs, Graf F. Z. F. Albergotti, der ihr die Aufwartung machen sollte, zu überzeugen, dass sie dankbar für die ihr zugedachte Rolle als spanische Königin sei und sich gern von Madame des Ursins leiten lassen werde. Schließlich fand am 16. September 1714 Elisabettas Hochzeit per procurationem mit Philipp V. in Parma statt, wobei der vom Papst entsandte Kardinal Ulisse Giuseppe Gozzadini diese Zeremonie zelebrierte. Die dabei veranstalteten Festlichkeiten umfassten etwa die Schmückung der Fassade des Doms, die Bestreuung der Straßen Parmas mit Blumen und die Ausstattung der Haltepunkte des Hochzeitszugs der Farnese mit Triumphbögen.
      Am 22. September 1714 trat Elisabetta die Hochzeitsreise nach Spanien zu ihrem Bräutigam an. Es war eine entscheidende und in allen ihre Biographie behandelnden Werken vielbesprochene Episode in ihrem Leben. Die Farnese-Prinzessin machte sich zunächst in Begleitung eines zahlreichen königlichen Gefolges auf den Weg nach Sestri Levante, wo der Beschluss gefasst wurde, dass sie sich auf dem Seeweg nach Barcelona begeben sollte. In Borgotaro verabschiedete sie sich von ihren Eltern und setzte ihre Reise gemäß dem Wunsch der Madame des Ursins, welche die junge Königin von ihrer Familie isoliert sehen wollte, mit nur einer kleinen Gruppe von Adligen, u. a. Ippolita Ludovisi, Prinzessin von Piombino, fort. Als sie durch das Ligurische Meer segelte, wurde sie infolge eines schweren Sturms seekrank und ließ in Genua anlegen. Sie entschied sich nun, den Landweg zu nehmen und reiste per Kutsche in langsamem Tempo durch Südfrankreich weiter. Dies verdross den sie sehnsüchtig erwartenden spanischen König. Madame des Ursins wurde nervös und beging taktische Fehler, indem sie etwa die neue Königin offen kritisierte. In Frankreich machte Elisabetta die Bekanntschaft des Fürsten von Monaco, Antonio Grimaldi, der von ihr ein feines physisch-psychologisches Porträt hinterließ.
      In Saint-Jean-Pied-de-Port nahe der heutigen französisch-spanischen Grenze traf Elisabetta ihre Tante, die verwitwete frühere spanische Königin Maria Anna von Pfalz-Neuburg. Über diese Begegnung der beiden Königinnen berichtet Vicente Bacallar, Marqués de San Felipe. Demzufolge wurden die zwischen den beiden adligen Damen getroffenen Vereinbarungen geheim gehalten, doch dürfte Elisabetta durch ihre Tante vor dem herrschsüchtigen Verhalten und der großen Macht der Madame des Ursins gewarnt worden sein. Am 11. Dezember 1714 gelangte Elisabetta, die ihr ohnehin kleines italienisches Gefolge hatte entlassen müssen, nach Pamplona, wo Alberoni zu ihr stieß und sie im Umgang mit ihrem künftigen Ehemann und mit Madame des Ursins beriet. Der Diplomat, der das Vertrauen der Familie Farnese besaß, hegte die Absicht, wichtigster Berater der jungen Königin und hierdurch maßgeblicher Leiter der spanischen Außenpolitik zu werden.
      Am 23. Dezember 1714 traf Elisabetta in der Gemeinde Jadraque mit Madame des Ursins zusammen, die dem König dorthin vorausgeeilt war. Es sollte das erste und einzige Treffen der beiden Frauen sein. Was bei dieser stürmischen Begegnung genau zwischen den beiden vorging, ist mangels direkter Zeugen nicht bekannt; jedenfalls endete sie mit der von Elisabetta angeordneten Ausweisung der bisher allmächtigen camarera mayor (erste Hofdame der Königin) aus Spanien. Mehrere zeitgenössische Autoren überliefern unterschiedliche Versionen dieser Episode. Philipp V., der vielleicht schon im Vorhinein hierzu seine Zustimmung erteilt hatte, ließ der entmachteten Favoritin jedenfalls keine Hilfe zuteilwerden. Elisabetta reiste rasch ins nahegelegene Guadalajara weiter, wo sie am 24. Dezember 1714 sofort ihre persönliche, vom Patriarchen von Westindien geleitete Trauung mit Philipp V. feierte. Kurz danach machte sich das Königspaar auf den Weg nach Madrid. - Elisabetta Farnese gebar ihrem Gemahl Philipp V. von Spanien sieben Kinder.
      Königin von Spanien: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabetta_Farnese#K%C3%B6nigin_von_Spanien
      Am 9. Juli 1746 erlitt Philipp V. einen Schlaganfall und starb wenige Stunden später in Elisabetta Farneses Armen. Nur 13 Tage später verschied Elisabettas Tochter Maria Teresa. Schon lange hatte sich Elisabetta vor dem Zeitpunkt, da sie Witwe würde, und dem damit einhergehenden Machtverlust gefürchtet, insbesondere da der Thronfolger Ferdinand VI. nicht ihr eigener Sohn, sondern Philipps letzter überlebender Sohn aus erster Ehe war. Sie war beim spanischen Volk unbeliebt und hatte Ferdinand, der nun neuer König wurde, nicht gerade herzlich behandelt und von den Regierungsgeschäften ausgeschlossen. Auch hatte sie dem Prinzen jeglichen Kontakt mit ausländischen Gesandten verboten. Nach der Machtübernahme Ferdinands durfte Elisabetta dennoch zunächst in Madrid bleiben. Sie musste jedoch aus dem Königspalast im Buen Retiro ausziehen und in den Palacio de los Afligidos übersiedeln.
      Für Ferdinand VI. stand die wirtschaftliche Erholung und Modernisierung Spaniens im Vordergrund. Da er die in Italien für Elisabettas Sohn Philipp kämpfenden spanischen Truppen zurückrief, musste Philipp im oberitalienischen Gebiet militärische Rückschläge einstecken und kehrte nach Spanien zurück. Aufgrund von Elisabettas Intrigen und um seinen Halbbruder loszuwerden, ließ Ferdinand VI. aber die spanischen Truppen wieder nach Italien entsenden. Auf Drängen seiner Gattin Maria Barbara de Bragança befahl er schließlich der Königinwitwe im Juli 1747, Madrid zu verlassen, erlaubte ihr jedoch, im Palast La Granja de San Ildefonso zu logieren. Dort verlebte Elisabetta die nächsten zwölf Jahre in relativer Einsamkeit, wurde aber durch den Besuch von Politikern und ausländischen Diplomaten über die aktuelle politische Situation auf dem Laufenden gehalten. In dieser Zeit ließ sie den Palast von Riofrío als Witwensitz errichten.
      Ferdinand VI. starb am 10. August 1759, ohne Kinder zu hinterlassen. Seine Gattin hatte bereits im August 1758 das Zeitliche gesegnet. So war der Weg für Elisabettas ältesten Sohn frei, der damals das Königreich Neapel-Sizilien regierte, um als Karl III. (spanisch Carlos III) den spanischen Thron zu besteigen. Elisabetta wurde damit zur Stammmutter der bis heute regierenden bourbonischen Königsdynastie in Spanien. Ferdinand hatte Elisabetta testamentarisch zur Regentin bis zu Karls Ankunft aus Italien ernannt. Dies rief Befürchtungen bei ihren politischen Gegnern hervor, die Elisabettas Entmachtung unter Ferdinand VI. begrüßt hatten. Für einige Monate hatte die nach Madrid zurückgekehrte Königinwitwe nun wieder als Regentin die politischen Zügel in der Hand, bis ihr zum König aufgestiegener Sohn im Dezember 1759 in Madrid eintraf.
      Karl III. behandelte seine Mutter mit dem nötigen Respekt, hielt sie aber von Anfang an von allen politischen Geschäften fern. Die nunmehr gebrechliche und fast blinde Königinwitwe durfte weiterhin am königlichen Hof leben. Allerdings vertrug sie sich nicht mit ihrer Schwiegertochter Maria Amalia von Sachsen. Die neue Königin hielt Elisabetta für ungebildet. Schließlich zog sich die Königinwitwe nach San Ildefonso zurück. Beim Ausbruch des Madrider Hutaufstands im März 1766 riet sie dem König, in Madrid zu bleiben, doch folgte er nicht ihrem Rat. Elisabetta starb am 11. Juli 1766 im Alter von 73 Jahren im Palast von Aranjuez und wurde ihrem Willen entsprechend in der Kapelle der königlichen Grabstätten von La Granja de San Ildefonso neben ihrem Gatten beigesetzt.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabetta_Farnese