Fam. Schachtler-Risi

Anne BOLEYN

Anne BOLEYN

weiblich 1507 - 1536  (~ 35 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Anne BOLEYN  [1] 
    Geburt zwischen 1501 und 1507  Blickling, Norfolk, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Blickling Hall
    Geschlecht weiblich 
    Find A Grave https://de.findagrave.com/memorial/1965/anne-boleyn 
    Tod 19 Mai 1536  London, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Tower of London
    Beerdigung London, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Kapelle des Towers St. Peter ad Vincula
    Personen-Kennung I23174  schap
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

    Familie Heinrich TUDOR, VIII. (von England),   geb. 28 Jun 1491, Greenwich, Kent, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 28 Jan 1547, Westminster, Middlesex, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 55 Jahre) 
    Eheschließung 25 Jan 1533  London, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Whitehall Palace
    Notizen 
    • Kinder (Vom 25 Jan 1533 bis zur Annullierung der Ehe am 17 Mai 1536 verheiratet):
      F Elisabeth, später Elisabeth I., Königin von England (* 07 Sep 1533; + 24 Mrz 1603)
      Fehlgeburt (*/+ 1534)
      M Sohn (*/+ 29 Jan 1536)
      Da Annes zweite und dritte Schwangerschaft in Fehlgeburten endeten, sind historisch keine Namen für diese Kinder überliefert. Ebenso ist das Geschlecht des zweiten Kindes unbekannt.
    Kinder 
     1. Elizabeth TUDOR,   geb. 7 Sep 1533, Greenwich, Kent, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 24 Mrz 1603, Richmond, Surrey, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 69 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F17703  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - zwischen 1501 und 1507 - Blickling, Norfolk, England Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEheschließung - 25 Jan 1533 - London, England Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 19 Mai 1536 - London, England Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeerdigung - - London, England Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Anne BOLEYN
    Anne BOLEYN

  • Notizen 
    • Anne Boleyn (* 1501 oder 1507, wahrscheinlich in Blickling Hall (Norfolk); † 19. Mai 1536 in London) war die zweite der sechs Ehefrauen Heinrichs VIII. und von 1533 bis 1536 Königin von England.
      Ihre Weigerung, sich dem König als Mätresse hinzugeben, führte zu dessen Scheidung von Katharina von Aragon und war einer der Auslöser für die Entstehung der anglikanischen Kirche durch Trennung der Kirche Englands von Rom. Doch wie auch Katharina gebar sie Heinrich VIII. nicht den erhofften männlichen Erben. Anne Boleyn fiel in Ungnade und wurde wegen vorgeblichen Ehebruchs und Hochverrats am 19. Mai 1536 enthauptet. Ihre Tochter Elisabeth I. indessen bestieg 1558 den englischen Thron und zählt zu den bedeutendsten und am längsten regierenden Monarchen Englands.
      Da der Papst ihm keine Annullierung seiner Ehe mit Katharina von Aragon gewähren wollte, wandte sich Heinrich VIII. von der römisch-katholischen Kirche ab, indem er die anglikanische Kirche mit sich als Oberhaupt abspaltete, um eine Heirat mit Anne Boleyn zu ermöglichen. Die Scheidung des Königs von Katharina von Aragón – gegen die päpstliche Dispens und gegen das Urteil des Papstes – stellen den Beginn der englischen Reformation dar, die Abspaltung der anglikanischen (englischen) Landeskirche und das Ende des alleinigen Einflusses des Papstes auf königliche Ehen und Scheidungen innerhalb der anglikanischen Landeskirche, die seit dem 6. Jahrhundert bestand. Heinrich wurde später auch das Oberhaupt der englischen Kirche, das allein über religiöse Fragen entscheiden konnte. Daher stellt die Heirat mit Anne Boleyn nicht nur eine Abspaltung in religiöser Hinsicht, sondern auch eine Abspaltung des Landes England von der römisch-katholischen Kirche dar. Anne wurde später als Märtyrerin der englischen Protestanten gefeiert. Anne Boleyn ist die bekannteste der sechs Frauen König Heinrichs VIII. von England. Ihr Aufstieg zur Favoritin des Königs und schließlich zur englischen Königin geschah ebenso schnell wie später ihr Niedergang. Bis heute ist sie, aufgrund der ambivalenten historischen und neueren Darstellung, eine der umstrittensten und faszinierendsten Frauen an der Seite Heinrichs VIII.
      Anne Boleyns Geburtsdatum ist umstritten. In einer 1614 erschienenen Biographie über ihre Tochter Königin Elisabeth I. wird es mit 1507 angegeben. Neuere Forschungen lassen jedoch das Jahr 1501 als glaubhafter erscheinen. Ein von Anne Boleyn im Jahre 1514 verfasstes Schreiben ist eher einem 13 Jahre alten Mädchen zuzutrauen als einer Siebenjährigen. Wäre Anne 1501 geboren, wäre sie bei der Geburt ihrer Tochter Elisabeth bereits 32 Jahre alt gewesen, also aus damaliger Sicht recht alt für die Geburt eines ersten Kindes und etwa so alt wie Katharina von Aragón bei ihrem letzten Kind (Totgeburt 1518).
      Auch Anne Boleyns Geburtsort ist unbekannt, wahrscheinlich kam sie in Hever Castle oder Blickling zur Welt. Sie entstammte väterlicherseits dem niederen Adel, mütterlicherseits der englischen Hocharistokratie. Ihr Vater war Thomas Boleyn, der als Diplomat Karriere am Hof König Heinrichs VII. machte. Ihre Mutter, Elizabeth Howard, war die Tochter des 2. Duke of Norfolk. Anne hatte zwei Geschwister, Mary und George. Als Botschafter bei Margarete von Österreich, der habsburgischen Statthalterin der Niederlande, gelang es Thomas Boleyn im Jahre 1513, seinen Töchtern als Hofdamen an Margaretes Residenz in Mechelen den Einstieg in die Adelskreise zu sichern. Beide verbrachten zwei Jahre in Flandern und anschließend am französischen Königshof, wo Anne Hofdame von Claude de France und Renée de France war. Sie erwarb sich dort, als Mitglied des königlichen Haushaltes, eine ausgezeichnete Bildung und vermittelte später europäische Einflüsse in Kleidung und Kultur am englischen Hof. Auch soll ihr musikalisches Talent am Hof von Margarete von Österreich erkannt und gefördert worden sein, der zur damaligen Zeit die bekanntesten Musiker Europas anzog. Das Lied 'O Death, Rock Me Asleepe' soll von Anne komponiert worden sein, was von heutigen Historikern allerdings in Frage gestellt wird. Zwar werden Anne von vielen Biografen Eigenkompositionen zugeschrieben, aber bei keinem dieser Lieder und Gedichte ist die Urheberschaft zweifelsfrei nachgewiesen.
      Ein Jahr nach Mary Boleyn kehrte 1521 auch Anne nach England zurück, wo sie, wie zuvor ihre Schwester, zur Hofdame Katharinas von Aragón, der ersten Gemahlin Heinrichs VIII., ernannt wurde. Der Grund für ihre Rückkehr nach England war der Plan ihres Vaters, Anne zu verheiraten. Mit Unterstützung Heinrichs VIII. sollte sie James Butler, den vermögenden Erben eines Earlstitels, ehelichen. Ihr Debüt am Hof gab sie bei einem Maskenball im März 1522, wo sie mit der Schwester des Königs und ihrer eigenen Schwester Mary Boleyn einen kunstvollen Tanz vorführte. Anne Boleyn wurde schnell als die eleganteste und vollendetste Frau am Hof bekannt. Ihre Kleidung wählte sie nach der Mode des französischen Hofes und fiel mit ausgeschnittenen Roben und französischen Hauben auf, die mehr Haar zeigten als die herkömmlichen Hauben der englischen Damen. Anne fiel nicht nur durch ihre äußere Erscheinung auf, die durch einen dunklen Teint, sehr dunkle Haare und einen langen, schmalen Hals beeindruckte, sondern auch durch ihren Witz, ihre außergewöhnliche Bildung und Schlagfertigkeit. All das waren Eigenschaften, die im 16. Jahrhundert auf viele Männer besonders herausfordernd wirkten, da sich die meisten Damen gemäß der zeitgenössischen Sitte still, unterwürfig und demütig verhielten.
      Eine Romanze mit Henry Percy, 6. Earl of Northumberland, einem reichen Junggesellen, wurde auf Befehl des Königs beendet. Einige Biografen behaupten, die Heiratspläne hätten sich zerschlagen, als Kardinal Thomas Wolsey von der Beziehung der beiden in Kenntnis gesetzt wurde. Genaueres über das Ende der Liaison ist nicht bekannt, und auch die anerkannten Biografen von Anne und Heinrich sind sich unsicher, was der genaue Grund war.
      Obwohl ihr der englische Dichter Thomas Wyatt – der bereits verheiratet war – mehrere Gedichte widmete, war er nur ein Verehrer von Anne. Erst später wurde beiden eine Affäre nachgesagt, um Anne als notorische Ehebrecherin zu brandmarken. Wyatt wurde 1527 von Heinrich auf eine diplomatische Mission nach Rom geschickt. 1536 wurde er angeklagt, eine geschlechtliche Beziehung zu Anne gehabt zu haben, aber die Klage wurde fallen gelassen. Er wurde 1537 als englischer Botschafter nach Spanien geschickt.
      Der König unterhielt zu dieser Zeit noch eine Liebesbeziehung zu Mary Boleyn, die er jedoch 1525 beendete. Ein Jahr nachdem Mary aus Frankreich zurückgekehrt war (1519), heiratete sie am 4. Februar 1520 Sir William Carey, einen reichen und gut situierten Höfling. Heinrich VIII. war als Gast zur Hochzeit eingeladen, und die Biografen Heinrichs wie auch Anne Boleyns vermuten, dass der König die Braut schon kurz nach der Hochzeit zu seiner Mätresse machte. Die Beziehung zwischen beiden dauerte zwei Jahre und wurde nicht öffentlich gemacht, so dass Mary aus ihrem Status keine Vorteile ziehen konnte, wie beispielsweise die Mätressen der französischen Könige es taten. Kurz nach Beendigung der Affäre mit dem König brachte sie ihr zweites Kind auf die Welt – einen Sohn, den sie Henry nannte. Ihr erstes Kind, eine Tochter, wurde auf den Namen Catherine (1524–1568) getauft.
      Da Heinrich die Boleyn-Familie auf seinen Reisen besuchte, traf er möglicherweise bei diesen Gelegenheiten schon auf Anne und wurde so auf sie aufmerksam. Spätestens seit Ende 1526 war Heinrich VIII. in Anne Boleyn verliebt. Eine Legende behauptet, er habe das bekannte Liebeslied „Greensleeves“ für sie komponiert. Heinrich kommt jedoch als Komponist nicht in Frage, da das Lied im italienischen Stil der Romanesca komponiert ist, der sich in England erst nach seinem Tod verbreitete. Aus den Jahren 1527 und 1528 sind 17 Liebesbriefe des Königs an sie erhalten geblieben.
      Anne war das Schicksal abgelegter oder in Ungnade gefallener Mätressen durch ihren Aufenthalt in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und durch das Beispiel ihrer eigenen Schwester bekannt. Die Geliebten des Königs konnten zwar am französischen Hof zu Macht, Reichtum und Einfluss gelangen, doch war ihr hoher Status immer von den Launen ihrer königlichen Liebhaber abhängig. Entzog der König seiner Mätresse die Aufmerksamkeit, fiel sie auch bei Hofe in Ungnade und wurde sogar von Dienern missachtet. Eine Absicherung mit Titeln, Gütern und Einnahmen war das Wichtigste, um sich ein späteres Leben in relativer Unabhängigkeit als ehemalige Geliebte zu sichern. -Ihr Beharren auf einer gültigen Ehe ist nicht nur ein Zeichen für ein großes Selbstbewusstsein Annes, sondern sie wollte für sich, ihre Familie und ihre zukünftigen Kinder die größtmögliche Sicherheit haben, die Heinrich ihr bieten konnte: eine offiziell und gültig geschlossene Ehe. Ferner wird Anne als stolze Frau beschrieben, die sich mit einer zweiten Position hinter der Königin nicht zufriedengegeben hätte, auch nicht mit einem Ausschluss ihrer Kinder mit Heinrich aus der Thronfolge. Für ihre Familie bedeutete ihr offizieller Status als Königin von England eine gesellschaftliche Aufwertung. Viele Historiker schreiben dieses Streben nach Absicherung einem maßlosen Ehrgeiz und eiskaltem Kalkül Anne Boleyns zu oder behaupten, dass Anne Heinrich systematisch verführte – einzig mit dem Ziel, englische Königin zu werden. Ohne Mitleid schickte Heinrich VIII. selbst seine näheren Verwandten, Mitglieder der Familien Courtenay und Pole, wegen angeblicher Verschwörungen aufs Schafott, weil sie seinem eigenen Thronanspruch (genauer gesagt, dem seiner Kinder) im Weg standen.
      Anne Boleyn ließ sich durch das beharrliche Werben des Königs nicht beeindrucken. Ihre geschickte Taktik des Sich-Verweigerns entfachte umso größere Sehnsucht im König, von Anne endlich erhört zu werden. Unermüdlich bettelte Heinrich um Annes Liebe und Aufmerksamkeit. Es sind keine Briefe von Anne an den König überliefert, doch ließ sie ihn oft auf eine Antwort warten.
      Ab dem Frühling 1527 scheint Heinrich immer stärker mit dem Gedanken beschäftigt gewesen zu sein, wie er seine Ehe mit Katharina beenden könnte, da Anne sich von ihm nicht zu einer königlichen Mätresse machen ließ. Nichtvollzug der Ehe schied als Grund für eine Annullierung der Ehe aus, da er nachweislich nicht bestand. Heinrich griff dann auf ein Argument des kirchlichen Eherechts zurück, das bei der Schließung der Ehe zunächst im Wege gestanden und nur durch eine päpstliche Dispens hatte ausgeräumt werden können: „Wenn jemand die Frau seines Bruders nimmt, so ist das eine abscheuliche Tat. Sie sollen ohne Kinder sein, denn er hat damit seinen Bruder geschändet.“ – 3 Mos 20,21 LUT
      Da Katharina von Aragón ihrem Mann nicht den ersehnten männlichen Thronfolger geboren hatte, wollte Heinrich aufgrund dieser Bibelstelle, die eine Heirat mit der Witwe des eigenen Bruders untersagte, seine Ehe annullieren lassen – völlig unberührt von der päpstlichen Dispens aus dem Jahre 1503. Papst Clemens VII. zeigte kein Interesse, die Dispens seines Vorgängers Julius II. aufzuheben, der die frühere Ehe mit Heinrichs Bruder annulliert hatte.
      Zudem hatte Papst Clemens VII. zu dieser Zeit dringendere Probleme, als die Ehe von Heinrich VIII. mit Katharina von Aragón zu scheiden. Er hatte seine Annäherung an Karl V. aufgegeben und erlebte im Mai 1527 den Sacco di Roma, die Plünderung Roms durch deutsche Landsknechte und spanische Söldner.
      Katharina, der Heinrichs Pläne nicht verborgen blieben, hielt an der Rechtmäßigkeit ihrer Ehe unerschütterlich fest. Im Mai 1529 entsandte Clemens VII. einen Vertreter, der gemeinsam mit Kardinal Thomas Wolsey den Vorsitz einer Kommission führen sollte, die mit der Untersuchung der Scheidungsfrage betraut war, bis Papst Clemens VII. anordnete, den Fall in Rom zu verhandeln. Der Zorn des Königs über diese päpstliche Entscheidung entlud sich über Kardinal Wolsey, der seiner Hinrichtung nur deswegen entging, weil er am 28. November 1530 starb.
      Während dieser Zeit erfüllte Anne dem König noch immer nicht seinen Wunsch nach einer sexuellen Beziehung. Heinrich behandelte Anne bei Hofe bereits als seine Ehefrau. So soll er sie vor aller Augen geküsst und sie mit Geschenken überschüttet haben. Bei Festen am Hof hatte sie den Vortritt vor den Schwestern von Heinrich, und ihr Vater wurde als Viscount Rochford in den Stand eines Peers aufgenommen. Die erste Stellung bei Hofe hatte neben dem König nur die Königin. Wenn der König eine andere Frau wie seine Ehefrau behandelte, beleidigte er öffentlich ihr Ansehen, ihre Familie und ihren Status. Der Skandal in Heinrichs Verhalten lag vor allem darin, dass er Anne zwar als Königin behandelte, aber weder von Katharina geschieden noch mit Anne offiziell verheiratet war.
      Bis Juni 1531 hielt Heinrich das Bild der problemlosen Ehe mit Katharina für das englische Volk aufrecht. Offizielle Auftritte wurden von König und Königin absolviert. Ab Juli 1531 übernahm Anne für alle sichtbar die Rolle der Königin. Im Oktober 1532 begleitete sie Heinrich zu einem Treffen mit Franz I. nach Calais. Kurz vor dieser Reise ernannte Heinrich sie am 1. September 1532 zur Marchioness of Pembroke. Es war das erste Marquessate, das an eine Frau verliehen wurde. Katharina musste für diese Reise ihre Kronjuwelen an Anne herausgeben, welche sie bei offiziellen Empfängen und auf Festen für alle sichtbar trug.
      Wahrscheinlich gab Anne kurz nach ihrer Rückkehr aus Frankreich Heinrichs Werben endlich nach. Ende Dezember 1532 muss sie Heinrich mitgeteilt haben, dass sie schwanger sei. Heinrich musste nun schnell handeln, damit sein Kind legitim geboren würde. Am 25. Januar 1533 heiratete er Anne Boleyn in einer stillen Zeremonie in einer Kapelle in der Nähe des Greenwich-Palastes. Die Ehe wurde zunächst geheim gehalten, da Heinrich noch nicht geschieden war und somit in Bigamie lebte.
      Thomas Cromwell und der von Heinrich neu ernannte Erzbischof von Canterbury Thomas Cranmer wurden von Heinrich beauftragt, seine Ehe mit Katharina nun endlich – mit dem Anstrich der kirchenrechtlichen Korrektheit – scheiden zu lassen. Thomas Cranmer wurde am 30. März 1533 zum Erzbischof von Canterbury geweiht, da sich Heinrich von Cranmer Unterstützung für seine Scheidung von Katharina versprach. Außerdem war Cranmer der Familienkaplan der Boleyns, so dass seine Unterstützung für die Beseitigung der Hindernisse, eine Heirat zwischen Anne und Heinrich möglich zu machen, für Heinrich sehr naheliegend waren. Cranmer erklärte die im Januar 1533 geschlossene Ehe Heinrichs VIII. mit Anne Boleyn für gültig. Damit zog er den Zorn des Vatikans auf sich, der mit einer päpstlichen Bannandrohung und ein Jahr später mit Bann antwortete. Heinrich VIII. erklärte daraufhin die Loslösung der englischen Kirche von Rom und sich selbst zu ihrem Oberhaupt. Am 23. Mai 1533 erklärte ein Scheidungsgericht der englischen Kirche die Ehe mit Katharina von Aragón für ungültig. Mit diesem ohne Zustimmung des Papstes vollzogenen Akt war der erste Schritt zum Bruch mit der römisch-katholischen Kirche und zur Errichtung der anglikanischen Staatskirche getan.
      Schon als Geliebte des Königs hatte sich Anne nicht viele Freunde gemacht, und es gelang ihr auch als Ehefrau von Heinrich nicht, Verbündete zu gewinnen. So soll sich Anne bereits früh herrisch aufgeführt haben und Höflingen gegenüber hochfahrend und zornig aufgetreten sein. Da Anne einen zuweilen zynischen und sarkastischen Humor hatte, können ihre Worte schon damals oft fehlinterpretiert oder missverstanden worden sein. Ein Beispiel ihres sehr eigenen Humors war ihre Reaktion auf die Proteste, als sie Königin von England wurde. Für eine kurze Zeit wählte sie ein Motto, das sinngemäß bedeutete: "Murrt, wie ihr wollt. So und nicht anders wird es sein". Auch vom englischen Volk, das weiterhin Katharina von Aragón bewunderte, wurde sie nur akzeptiert, nicht angenommen. So soll während einer feierlichen Prozession am 31. Mai 1533 durch die Straßen von London zwar die ganze Stadt Anne in ihrer geschmückten Sänfte bewundert haben, aber nur ganz selten sollen Hochrufe zu hören gewesen sein. Die Londoner machten sich sogar lustig über die verschlungenen Initialen des Königs und der neuen Königin, H und A, und riefen – anstatt zu jubeln: HA! HA! HA! Am 1. Juni 1533 fand Anne Boleyns Krönung zur englischen Königin statt, als sie bereits deutlich sichtbar schwanger war.
      Zwei Wochen vor dem Geburtstermin zog sich Anne in ihr Wöchnerinnengemach nach Greenwich zurück. Am 7. September 1533 wurde sie von einem gesunden Mädchen entbunden, das den Namen Elizabeth – nach Heinrichs Mutter – erhielt. Der König zeigte sich enttäuscht, dass ihm wieder kein Sohn geboren wurde. Ein für die Tauffeier geplantes Turnier wurde von ihm abgesagt. Elisabeth wurde als erstes legitimes Kind von Heinrich ausgegeben und die inzwischen siebzehnjährige Prinzessin Maria – seine Tochter aus der Ehe mit Katharina von Aragón – zum Bastard erklärt.
      Schon bald nach der Taufe von Elisabeth, die Heinrich nicht besuchte, schrieb er seiner Tochter Maria, dass sie den Titel Fürstin von Wales an seine Tochter mit Anne Boleyn abgeben müsse, da Elisabeth nun vor ihr in der Thronfolge rangiere. Er verlangte von Maria weiter, dass sie die Gültigkeit seiner Ehe mit Anne anerkennen müsse, ebenso die Legitimität ihrer Halbschwester, was Maria ablehnte. Erzürnt wegen ihrer Weigerung veranlasste Heinrich, dass sie ihr Haus „Beaulieu“ räumen und nach Hatfield House ziehen musste. Auch soll Maria auf die Anordnung, ihrer kleinen Schwester Elisabeth die Aufwartung als Prinzessin von England zu machen, mit den Worten reagiert haben, sie kenne keine andere Prinzessin von England als sich selbst. 1536 schrieb Maria den von Heinrich geforderten Brief, in dem sie die Annullierung der Ehe ihrer Eltern, ihre eigene Illegitimität und Heinrich als Oberhaupt der englischen Kirche akzeptierte.
      Anne bemühte sich trotzdem um eine Annäherung zu Maria, unter der Bedingung, dass Maria sie als Königin akzeptiere. Maria reagierte mit einer kränkenden Antwort auf Annes Einladung, sie bei Hofe zu empfangen: „Ich kenne keine Königin von England außer meiner Mutter. Aber wenn Sie, Madam, als meines Vaters Geliebte zwischen meinem Vater und mir vermitteln wollen, wäre ich dankbar.“ – Maria Tudor
      Anne wiederholte ihre Einladung an Maria, die wieder ablehnte. Nach dieser Absage von Maria bemühte sich Anne nie wieder um die Freundschaft ihrer Stieftochter.
      Anne und Heinrich führten zunächst eine harmonische Ehe. Heinrich kümmerte sich weiterhin liebevoll um Anne und auch um seine jüngste Tochter Elisabeth, die er oft mit sich herumtrug und mit der er spielte, wenn er sie in ihrem Haushalt besuchte. In dieser Zeit war Anne vermutlich zweimal schwanger. 1534 endete eine Schwangerschaft der Königin mit einer Totgeburt im achten Monat. Andere Versionen berichten, dass sie die Schwangerschaft nur vorgetäuscht habe oder so verzweifelt gewesen sei, dass sie sich eine Schwangerschaft einbildete. Sicher ist, dass Anne Boleyn in den Jahren 1534 und 1536 jeweils eine Fehlgeburt hatte, sie brach nervlich völlig zusammen und soll auf die zweite Totgeburt hysterisch reagiert haben. Sie muss damals schon geahnt haben, dass Heinrich ihr langsam entglitt und dass ihr Temperament, ihr Witz, ihre Diskutierfreudigkeit, die ihn vor Jahren fasziniert hatten, Heinrich nun zunehmend von ihr entfernten. Anders als Königin Katharina von Aragón sah Anne nicht über Heinrichs Seitensprünge hinweg. Auch aus Angst vor Konkurrenz beobachtete sie eifersüchtig ihre Hofdamen und machte dem König Vorwürfe, er würde sie vernachlässigen, wenn er seine Aufmerksamkeit anderen Personen widmete. Das Verhalten der Königin zeigt sehr stark ihre Angst. Solange sie Heinrich keinen Sohn geboren hatte, war ihre Position angreifbar und schwach. Solange Katharina von Aragón am Leben war, war Anne nicht die einzige Königin in England, und solange Maria lebte, war Elisabeth nicht die einzige potenzielle Thronerbin.
      Auch das Urteil von Papst Clemens VII. beunruhigte Anne zusätzlich, dieser hatte sich im März 1534 zu Gunsten Katharinas für die Rechtmäßigkeit ihrer Ehe mit Heinrich entschieden. Umgehend wurde vom englischen Parlament die Suprematsakte verabschiedet, welche den englischen König zum Oberhaupt der Kirche Englands erklärte, ein Nachfolgegesetz bestätigte außerdem die Gültigkeit der Ehe mit Anne Boleyn. Damit war im Januar 1535 der endgültige Bruch mit der römisch-katholischen Kirche vollzogen.
      Mit der zweiten Fehlgeburt verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Heinrich und Anne. Sie hatte die Hoffnungen des Königs zum zweiten Mal enttäuscht und war bei Hofe umgeben von Menschen, die auf jedes Zeichen warteten, dass das Interesse des Königs an Anne nachlassen würde. Selbst die königlichen Botschafter aus Frankreich hofierten Maria und Anne, wobei sie Maria als inoffizielle Prinzessin vorzogen, zuerst besuchten und Königin Anne damit offen düpierten. Die einzigen Menschen, denen Anne vertraute, waren ihre engste Freundin und Hofdame Lady Margaret Lee, die Schwester Thomas Wyatts, und ihr Bruder George Boleyn, Viscount Rochford. Dessen Frau, Lady Jane Rochford, machte später während ihres Verhörs eine Aussage, die Anne und George schwer belastete. Lady Rochford sagte allerdings nicht im Prozess gegen ihren Ehemann und ihre Schwägerin aus.
      Mit Jane Seymour hatte Heinrich zu dieser Zeit bereits die nächste Ehekandidatin ins Auge gefasst. Ironischerweise war Annes größter Schutz, dass Katharina von Aragón noch lebte, denn Heinrich befürchtete, wenn er die Ehe mit Anne für ungültig erklärte, wäre die Ehe mit Katharina automatisch wieder gültig. Daher wurde durch den Tod Katharinas von Aragón im Januar 1536 Annes Schicksal besiegelt. Annes Fehlgeburt ereignete sich einige Tage vor Katharinas Tod.
      Der König fühlte sich durch Annes Totgeburten von ihr betrogen und verfiel in Selbstmitleid. Wie bei Katharina versuchte er sich herauszureden, er sei von Anne verhext worden. Dies sei auch der Grund, wieso ihm Gott einen Sohn versagte. Heinrich versuchte Argumente gegen Anne zu finden, die ihn normalerweise zu seiner Frau Katharina (hätte sie weiter gelebt) zurückgeführt hätten.
      Der oft vorgebrachte Gedanke, dass eine Syphiliserkrankung des Königs die Ursache für die Fehl- und Totgeburten seiner Frauen sein könnte, gilt unter Historikern als sehr unwahrscheinlich, da keines seiner überlebenden Kinder Symptome der Krankheit zeigte und der König selbst sich nie der damals üblichen sechswöchigen Behandlung mit Quecksilber unterzog. Eine andere Hypothese für die vielen Fehlgeburten lautet, dass bei Anne und Heinrich eine Rhesus-Inkompatibilität vorlag. Bei solchen Paaren verläuft zwar die erste Geburt komplikationslos, alle nachfolgenden Schwangerschaften aber können durch Antikörper im Blut der Mutter zu Fehl- und Frühgeburten führen. Eine Studie aus dem Jahr 2011 stellt zudem die These auf, dass Heinrich im Unterschied zu Anne und auch Katharina Kell-positiv gewesen sein könnte. Eine Kell-Inkompatibilität hat während einer Schwangerschaft sehr ähnlich Folgen wie eine Rhesus-Inkompatibilität.
      Der englische Hof reagierte schnell auf das nachlassende Interesse an Anne und den steigenden Stern von Jane Seymour. Die genauen Gründe für eine Intrige gegen Anne bei Hofe lassen sich heute nicht mehr genau nachvollziehen und überprüfen. Daher wird von einigen Historikern vermutet, dass die ehrgeizigen Brüder von Jane Seymour zusammen mit Thomas Cromwell schon länger die Absetzung und Anklage von Anne planten und gezielt Gerüchte und Verdächtigungen gegen Anne streuten, sie habe seit längerem Affären mit anderen Männern, zu denen auch ihr eigener Bruder gehöre.
      Am 1. Mai 1536 begleitete Anne den König zu einem Turnier in Greenwich. In der Pause zwischen den Kämpfen wurde dem König eine dringende Nachricht überbracht, deren Inhalt bis heute unbekannt ist. Daraufhin verließ Heinrich das Turnier. Anne sah ihren Mann nie wieder. Einen Tag später wurde sie in Greenwich verhaftet und vor eine Kommission unter dem Vorsitz ihres Onkels, des Duke of Norfolk, gebracht.
      Nach dem Tod von Katharina von Aragón stand der Ehe mit Jane Seymour nur noch Anne im Weg. Da Heinrich durch die vom englischen Parlament verabschiedete Suprematsakte an eine gültige Ehe mit Anne gebunden war, musste ein anderer Weg gefunden werden, Anne von ihm zu trennen. Hätte Heinrich der Suprematsakte offen widersprochen und seine Ehe annullieren lassen, wäre sein Ruf in ganz Europa gefährdet gewesen. Daher blieb ihm für die Trennung von Anne nur ein Weg: eine Anklage, auf die der Tod stand, und ein Prozess, der sicher mit dem Todesurteil enden würde.
      Anne Boleyn wurde am 2. Mai 1536 des mehrfachen Ehebruchs, inzestuöser Beziehungen zu ihrem Bruder und des Plans, den König zu töten, angeklagt. Obwohl diese Anschuldigungen unbewiesen blieben, wurde sie wegen Hochverrats zum Tode verurteilt.
      Einen Tag nach Anne wurden ihre angeblichen Liebhaber verhaftet. Hierzu gehörten der Schatzmeister der königlichen Privatschatulle, Henry Norris, die Kammerherren Francis Weston und William Brereton sowie der Musiker Mark Smeaton und Annes Bruder, George Boleyn, Viscount Rochford. Mit Ausnahme von Smeaton wiesen alle Männer die Vorwürfe zurück. Der Historiker Eric Ives vermutet, dass Smeaton versuchte, einem grässlichen Tod zu entgehen. Er war der einzige, der in Ketten vor das Gericht geführt wurde, und hatte als Nichtadliger als einziger unter den Angeklagten keinen Anspruch auf eine schnelle Hinrichtung durch Enthauptung. Seine einzige Rettung vor dem Tod durch Hängen, Ausweiden und Vierteilen war ein Geständnis. Nach gängigem Gesetz konnte der Angeklagte in einem Verräterprozess nur dann auf Begnadigung hoffen, wenn er sich schuldig bekannte und sich völlig dem Urteil des Königs überließ. Im Falle einer Verurteilung konnte der Angeklagte durch ein Geständnis bewirken, dass er einen weniger grausamen Tod erleiden musste.
      Der gesamte Prozess gegen Anne beruhte auf Erzählungen und Aussagen von Zeugen, die entweder vorbereitet wurden oder der Königin gegenüber schon lange feindlich gesinnt waren.
      Sir Henry Norris, Sir Francis Weston, William Brereton und Mark Smeaton wurden am 12. Mai 1536 in Westminster Hall zum Tode verurteilt. Anne und ihr Bruder George Boleyn mussten am 15. Mai vor das Tribunal, um sich der Anklage des Inzests zu stellen. Auch hier sagte Lady Rochford, die Frau von George und Schwägerin von Anne, gegen sie aus. Weder Annes Onkel Thomas Howard, 3. Duke of Norfolk, der den Vorsitz führte, noch Thomas Boleyn, der Vater von Anne und George, versuchten, den beiden zu helfen. Die Anschuldigungen gegen die Geschwister Boleyn wurden bereits von Zeitgenossen in Zweifel gezogen. Doch sie enthielten auch eine religiöse Komponente. Da George Boleyn bekennender Protestant war, wurde er von konservativen katholischen Kreisen noch lange Zeit als Verbrecher betrachtet.
      Am 17. Mai 1536 wurden die fünf verurteilten Männer auf dem Tower Hill hingerichtet. Annes Hinrichtung wurde um zwei Tage verschoben, bis Thomas Cranmer ihre Ehe mit Heinrich für ungültig und die Tochter Elisabeth zum Bastard erklärt hatte. - Heinrich ließ zur Hinrichtung seiner Ehefrau am 19. Mai 1536 den Henker Jean Rombaud aus Saint-Omer kommen, der für seine Fähigkeiten bei der Enthauptung mit dem Schwert bekannt war. Eine Gruppe von Beamten hatte sich im Tower versammelt, um der Hinrichtung beizuwohnen. - Auf dem Schafott hielt die Todgeweihte eine kurze Rede. Sie gestand ihre Schuld nicht, vermied es aber auch, den König anzugreifen. Anne Boleyn wurde kniend, mit verbundenen Augen und erhobenem Kopf hingerichtet. Bereits elf Tage nach Annes Tod, am 30. Mai 1536, heiratete Heinrich seine dritte Frau, Jane Seymour. - An der Hinrichtungsstätte Tower Green im Tower of London befindet sich seit 1866 eine Gedenktafel. Ihr Leichnam wurde ohne Erinnerungstafel unter dem Kirchenschiff der Kapelle des Towers St. Peter ad Vincula begraben. 1876 wurden die sterblichen Überreste der dort liegenden Personen in die Gruft der Kapelle überführt.
      Von Elisabeth heißt es, sie habe in ihrem späteren Leben praktisch nie von ihrer Mutter gesprochen. Erinnerungen an ihre Mutter wird sie allerdings auch kaum gehabt haben, da sie bei Anne Boleyns Tod erst zwei Jahre und acht Monate alt war und zudem seit ihrem dritten Lebensmonat in eigener Hofhaltung lebte. Obwohl Elisabeth sich in der Öffentlichkeit stets mit ihrem Vater identifizierte und oft betonte, die Tochter Heinrichs VIII. zu sein, scheint sie privat auch das Andenken an ihre Mutter wachgehalten zu haben. Auch nahm sie den Kaplan ihrer Mutter, Bischof Matthew Parker, in ihre Dienste. Darüber hinaus protegierte Elisabeth die Verwandten ihrer Mutter und übernahm Anne Boleyns Badge (eine heraldisch anmutende Bilddevise, kein Wappen). Die einzige Veränderung am Badge ihrer Mutter war, dass bei Elisabeth Blumen aus dem Baumstumpf sprossen.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Boleyn

  • Quellen 
    1. [S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Anne Boleyn.
      Anne Boleyn (* 1501 oder 1507, wahrscheinlich in Blickling Hall (Norfolk); † 19. Mai 1536 in London) war die zweite der sechs Ehefrauen Heinrichs VIII. und von 1533 bis 1536 Königin von England. - Ihre Weigerung, sich dem König als Mätresse hinzugeben, führte zu dessen Scheidung von Katharina von Aragon und war einer der Auslöser für die Entstehung der anglikanischen Kirche durch Trennung der Kirche Englands von Rom. Doch wie auch Katharina gebar sie Heinrich VIII. nicht den erhofften männlichen Erben. Anne Boleyn fiel in Ungnade und wurde wegen vorgeblichen Ehebruchs und Hochverrats am 19. Mai 1536 enthauptet. Ihre Tochter Elisabeth I. indessen bestieg 1558 den englischen Thron und zählt zu den bedeutendsten und am längsten regierenden Monarchen Englands.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Boleyn