Fam. Schachtler-Risi

Selige Mechthild VON ANDECHS

Selige Mechthild VON ANDECHS

weiblich um 1185 - 1254  (~ 69 Jahre)


Angaben zur Person    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Mechthild VON ANDECHS  [1] 
    Titel Selige 
    Geburt um 1185  Bavaria, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht weiblich 
    Tod 1 Dez 1254  Kitzingen, Bavaria, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I22666  schap
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

    Vater Berthold VON ANDECHS-MERANIEN, IV.,   geb. um 1159, Andechs, Starnberg, Bayern, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 12 Aug 1204, Andechs, Starnberg, Bavaria, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 45 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Agnes VON ROCHLITZ,   geb. um 1152, Leipzig, Sachsen, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 25 Mrz 1195, Dießen am Ammersee, Landsberg am Lech, Bayern, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 43 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung zwischen 1170 und 1174  Hungary Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Otto VII.; + 07 Mai 1234, Besançon; 1205 Herzog von Meranien, 1211 Pfalzgraf von Burgund, 1228-1230 Markgraf von Istrien; [] Kloster Langheim; oo1 (21 Jun 1208, Bamberg) Beatrix von Staufen, Pfalzgräfin von Burgund (+ 07 Mai 1231, Tochter von Otto I. Pfalzgraf von Burgund (Staufer)); oo2 Sophie von Anhalt (+ zwischen 23 Nov 1273 und 05 Jan 1274, Tochter von Fürst Heinrich I. (Askanier))
      M Heinrich; + 18 Jul 1228, Windischgraz; 1205 Markgraf von Istrien, 1209-1211 geächtet aufgrund seiner angeblichen Teilnahme an der Ermordung des Königs Philipp von Schwaben; oo (/1207) Sophie von Weichselburg (+ 28 Feb 1256, Tochter von Graf Albert)
      M Ekbert; + 06 Jun 1237, Wien; 1234 Vormund des Herzogs Otto II., 1192 Propst von St. Gangolf in Bamberg, 1202 Dompropst in Bamberg, 1203-1237 Bischof von Bamberg, 1209-1212 geächtet
      M Berthold; + 23 Mai 1251; 1205/06 Elekt und 1212 Erzbischof von Kalocsa, 1218 Patriarch von Aquileia
      F NN; oo (24 Apr 1190) Toljen aus dem Haus der Nemanjiden
      F Agnes; * ca 1180; + 29 Jul 1201, Château Poissy; [] Château Poissy; oo (01 Jun 1196); Philipp August, 1180 König von Frankreich (+ 14 Jul 1223, Mantes-la-Jolie); [] Basilika Saint-Denis (Kapetinger); o/o 1200
      F Gertrud; + ermordet 08 Sep 1213; oo (<1203) Andreas II. König von Ungarn (+ 21 Sep 1235 (Arpaden)) (die Eltern der heiligen Elisabeth von Thüringen)
      F Hedwig die Heilige; * 1176/80; + 14 Mai 1243 als Aebtissin der Zisterzienser in Trebnitz, heiliggesprochen am 26. März 1267; [] Trebnitz; oo (1188/92) Heinrich I. Herzog von Schlesien, Krakau und Großpolen (+ 19 Mrz 1238 (Piasten))
      F Mechtild; + 01 Dez 1254; <1214 als Nonne in Sankt Theodor in Bamberg, 1215 Aebtissin von Kitzingen
    Familien-Kennung F3360  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Notizen 
    • Mechthild von Andechs (* um 1180/1190[1]; † 1. Dezember 1254) war von 1214 bis zu ihrem Tod Aebtissin des Benediktinerinnenklosters Kitzingen, wo sie später als Selige verehrt wurde. Sie war die Schwester der heiligen Hedwig und über eine weitere Schwester auch Tante der heiligen Elisabeth von Thüringen. Als jüngstes Kind der Familie hatte sie allein mit ihrem Bruder Ekbert ein enges Verhältnis.
      Mechthild von Andechs wurde als jüngste Tochter des Herzogs Berthold IV. von Andechs und der Agnes von Rochlitz geboren. Ihr genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Die Familie gehörte dem Uradel an und war mit den Königsgeschlechtern Europas verbunden. Von ihren acht Geschwistern stiegen die älteren Schwestern Agnes und Gertrud durch Hochzeit zu Königinnen von Frankreich bzw. Ungarn auf. Die Brüder gehörten zur politischen Elite ihrer Zeit, Ekbert wurde zum Bischof von Bamberg gewählt. Während die älteren Schwestern mit bedeutenden Adeligen verheiratet wurden, waren die jüngsten Schwestern Hedwig und Mechthild wohl früh für eine Laufbahn im Kloster vorgesehen. Mechthild erhielt unter anderem eine Unterweisung in der Heiligen Schrift.
      Zunächst schickte man sie, wohl über die Verbindungen des älteren Bruders Otto VII. von Meranien bzw. ihres Onkels Otto II. von Bamberg, in das Zisterzienserinnenkloster St. Theodor nach Bamberg. In den Quellen ist die Bamberger Zeit mit nur einer Erwähnung greifbar. Die Verbindungen mit Kitzingen wurden ebenfalls über familiäre Kontakte hergestellt: Mechthilds später heiliggesprochene Schwester Hedwig wurde dort erzogen. Mechthild ist dagegen erstmals im Jahr ihrer Wahl zur Aebtissin in Kitzingen nachgewiesen.
      Zu Beginn ihrer Zeit als Aebtissin hatte sie mit Widerstand zu kämpfen. Der Würzburger Bischof Otto I. von Lobdeburg verweigerte ihr die Bestätigung mit der Begründung, dass es nicht möglich sei, von der strengeren Zisterzienserinnen-Regel zu der leichteren Benediktiner-Regel überzugehen. Dies geht aus einem Schreiben des Papstes Innozenz III. vom 2. September 1214 hervor, in dem er dem Bischof von Regensburg auftrug, eine Untersuchung der Wahl der Nonne „M“ von St. Theodor zur Aebtissin von Kitzingen vorzunehmen, die der „Bischof von Wirzburg nicht bestätigen gewollt“. Am 20. Mai 1215 wurde Mechthild in einer Urkunde immer noch „electa“ (Gewählte) genannt, in der ihr Bruder Ekbert bezeugte und genehmigte, dass die „gewählte Ordensschwester Machd. von Kitzingen“ (lat. soror sua Machd. electa de Kitzingen) einen Vertrag mit Elardus (Eilhard) geschlossen hat. Dass sie dann wohl im Amt als Aebtissin bestätigt wurde, zeigt eine Urkunde des Bischofs Hermann von Wirzburg vom 1. Januar 1245, die sie als „abbatissa Methilde, natione de Diezen, matertera beatae Elyzabeth“ (Aebtissin Mechthild, gebürtig aus Dießen, Tante der seligen Elisabeth) für ihr Kloster Kitzingen bestätigte. Die Ernennung zur Aebtissin erfolgte wohl im Einvernehmen und mit Unterstützung ihres Bruders Ekbert, dem Bischof von Bamberg.
      Dass die Aebtissin und ihr Bruder Ekbert eng miteinander verbunden waren und familienbewusst zu handeln verstanden, zeigte vor allem der Fall ihrer Nichte Elisabeth, einer Tochter ihrer Schwester Gertrud. Als Elisabeth durch den frühen Tod ihres Ehemanns Ludwig IV. von Thüringen in eine missliche Lage geriet, nahm sich vor allem die einflussreiche Familie mütterlicherseits ihrer an. Im Jahr 1228 reiste die Aebtissin Mechthild im Auftrag ihres Bruders Bischof Ekbert nach Thüringen und brachte ihre Nichte und deren gesamtes Gefolge zunächst nach Kitzingen, ohne Rücksicht auf deren Bindungen an Konrad von Marburg zu nehmen. Elisabeths Tochter Sophie, die spätere Herzogin von Brabant, blieb in Kitzingen und wurde von Mechthild im Kloster erzogen, während Elisabeth selbst gegen ihren Willen auf die Burg Pottenstein ihres Onkels Bischof Ekbert verbracht wurde, mit der Absicht, die junge Witwe bald wieder zu verheiraten. Doch Elisabeth verweigerte sich einer neuen Ehe, die ihrem Keuschheitsgelübde widersprach, und drohte sich die Nase abzuschneiden, um hässlich zu sein. Kurze Zeit später nutzte Elisabeth die Rückführung der Gebeine ihres Gatten aus Otranto (Italien), um nach Thüringen zurückzukehren.
      Mechthild gelang es, den Besitz der Abtei zu mehren. So verlieh ihr 1227 Papst Honorius III. das Patronat über die Pfarrei Iphofen. 1227 wurde das Kloster durch Kaiser Heinrich, 1235 durch Friedrich II. und Papst Gregor IX. und 1254 durch Papst Innozenz IV. unter den Schutz des Reiches gestellt. Die Vogtei wurde den Nürnberger Burggrafen bestätigt, wobei zeitweise auch Mechthilds Bruder Otto die Schirmvogtei innehatte. 1246 schenkte Mechthild den Würzburger Johannitern den Hof in Biebelried, der den Herren von Dettelbach gehört hatte. Im Jahr 1250 gelangte das Kloster zum Erbe der 1368 erloschenen Familie von Wildberg.
      Nach dem Tod ihrer Nichte Elisabeth 1231 setzte deren Verehrung schnell ein, und Mechthild förderte sie. In der Nähe des Kirchenportals ließ die Aebtissin im Jahr 1254 eine Kapelle für die heilige Elisabeth errichten. Als ersten Vikar setzte sie ihren Neffen Heinrich von Meran ein, wahrscheinlich ein Sohn ihres geächteten Bruders Heinrich. Kurz vor ihrem Tod stiftete sie ihrem Bruder Otto in der Bamberger Marienkirche ein ewiges Licht. In ihrem Testament vermachte sie den Klosterhof in Oberhaid dem dortigen Marienkloster.
      Mechthild, die sich ihrem Bruder Ekbert auch als Aebtissin von Kitzingen verbunden fühlte, stiftete als ehemalige Nonne dem Kloster St. Theodor in Bamberg einige Güter, wie aus der Urkunde vom 8. November 1246 hervorgeht. Sie sorgte sich auch um das Gedenken ihres 1237 verstorbenen Bruders Ekbert. Er war der zentrale Punkt in der Geschwisterbeziehung gewesen. Nach seinem Tod blieben von den acht Geschwistern nur noch Mechthild und Berthold übrig, der im Jahr 1251 starb; es gibt keine Zeugnisse, dass sie bis zu ihrem Tod jemals Kontakt zueinander aufgenommen hätten. Mechthild starb unverheiratet am 1. Dezember 1254, mit ihr erlosch das Geschlecht der Andechs-Meranier.
      Der hohe Rang und die internationalen Beziehungen der Familie Andechs-Meranien wurden um 1353 im sogenannten Lübener Kodex (auch Schlackenwerther Codex) in Miniaturen festgehalten. Berthold IV. und seine Frau Agnes von Rochlitz sind inmitten ihrer Kinder dargestellt, die von innen nach außen ihrem jeweiligen Rang entsprechend abgebildet sind, nur Mechthild sitzt zu Füßen der Eltern, ihre Figur ist um ein Vielfaches kleiner als die anderen. In dem Erinnerungsbild an die Hochzeit ihrer Schwester Hedwig erscheint Mechthild als Aebtissin von Kitzingen, gekennzeichnet durch schwarzen Schleier und Abtsstab. Auch der in Breslau entstandene Hornig-Kodex von 1451 zeigt in einer Reproduktion des Bildes Mechthild im Nonnenhabit wiederum dem Range nach am niedrigsten zu Füßen ihrer Familie sitzend.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mechthild_von_Andechs

  • Quellen 
    1. [S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Mechthild von Andechs.
      Mechthild von Andechs (* um 1180/1190; † 1. Dezember 1254) war von 1214 bis zu ihrem Tod Aebtissin des Benediktinerinnenklosters Kitzingen, wo sie später als Selige verehrt wurde. Sie war die Schwester der heiligen Hedwig und über eine weitere Schwester auch Tante der heiligen Elisabeth von Thüringen. Als jüngstes Kind der Familie hatte sie allein mit ihrem Bruder Ekbert ein enges Verhältnis. - Mechthild von Andechs wurde als jüngste Tochter des Herzogs Berthold IV. von Andechs und der Agnes von Rochlitz geboren. Ihr genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Mechthild_von_Andechs