Fam. Schachtler-Risi

Leopold VON BABENBERG

Leopold VON BABENBERG

männlich 1052 - 1095  (~ 45 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Leopold VON BABENBERG 
    Geburt zwischen 1050 und 1052  Tulln An Der Donau, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Dynasty Babenberger  [1, 2] 
    Tod 12 Okt 1095  Tulln An Der Donau, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I19401  schap
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

    Vater Ernst VON BABENBERG,   geb. um 1027, Melk, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 9 Jun 1075, Langensalza, Unstrut-Hainich-Kreis, Thuringia, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 48 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Adelheid VON EILENBURG,   geb. um 1041, Meissen, Sachsen, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 26 Jan 1071, Melk, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 30 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung um 1054  Meissen, Saxony, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Luitpold / Leopold II. VON ÖSTERREICH (* 1050/53; + 12 Okt 1095; Markgraf von Österreich 1075-1095). oo Itha (von Formbach-Ratelnberg), Witwe nach Haderich (von Schwarzenburg)?
      F Justizia VON ÖSTERREICH (* ca 1057; + 1120-22). oo Graf Otto II. (III.) von Wolfratshausen
      M Adalbert VON PERNEGG (* ca 1053; + 1100); Graf von Bogen
      F NN VON ÖSTERREICH (* ca 1055)
    Familien-Kennung F3346  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Itha VON RATELBERG,   geb. zwischen 1050 und 1053   gest. um 1101, Eregli, Konya, Turkey Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 51 Jahre) 
    Notizen 
    • Kinder:
      F Adelheid VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; + 14 Jun 1120/. oo (ca 1120) Dietrich II. Graf von Formbach (+ 1145)
      F Elisabeth VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; * 1070, Melk, Niederösterreich, Österreich; + 10 Okt 1107. oo Markgraf Ottokar II. von Steiermark (+ 1122)
      F Gerberga VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; + 13 Jul 1142. oo Herzog Bo?ivoj II. von Böhmen
      M Leopold III. (der Heilige) VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; * 1073, Melk, Niederösterreich, Österreich; + 15 Nov 1136, Klosterneuburg, Niederösterreich, Österreich; Markgraf von Österreich 1073-1136
      F Ida / Uda VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; + 1115. oo Lutold von Znaim Fürst von Mähren, Sohn von Herzog Konrad I. von Böhmen
      F Euphemia VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; + 16. Mai, ?. oo Konrad I. Graf von Peilstein (+ 1168)
      F Sophie VON ÖSTERREICH / VON BABENBERG; + 02 Mai 1154. oo1 Heinrich III. von Eppenstein, Herzog von Kärnten (+ 1122). oo2 (ca 1123) Sieghard X. Graf von Burghausen und Schala (Tengling) (+ 19 Apr 1142)
      Die Zuordnung von bis zu vier weiteren Töchter n zu dieser Ehe ist unsicher.
    Kinder 
     1. Leopold VON BABENBERG, III.,   geb. 29 Sep 1073, Melk, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 15 Nov 1136, Klosterneuburg, Wien-Umgebung, Lower Austria, Austria Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 63 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
     2. Sophie VON OESTERREICH,   geb. um 1087   gest. 2 Mai 1154 (Alter ~ 67 Jahre)  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F3347  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2026 

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - zwischen 1050 und 1052 - Tulln An Der Donau, Lower Austria, Austria Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 12 Okt 1095 - Tulln An Der Donau, Lower Austria, Austria Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Leopold II.
    Leopold II.
    Leopold II. (1050-1095)
    Leopold II. (1050-1095)
    Markgraf Leopold II. (links), Deckenfresko im Stift Melk (Bildausschnitt)

  • Notizen 
    • Leopold II., der Schöne, auch Liutpold (* 1050; + 12. Oktober 1095 vermutlich in Gars am Kamp) war von 1075 bis 1095 Markgraf von Österreich und im Investiturstreit ein Anhänger der Gregorianischen Reformen, Unterstützer der gegen Kaiser Heinrich IV. (+ 1106) auftretenden Gegenkönige und Protektor von Bischof Altmann von Passau, der wesentlich zur Reform der Klöster und Kirchenorganisation in der Markgrafschaft Österreich beitrug.
      Leopold II. stammte aus der Dynastie der Markgrafen von Österreich, die seit 976 die östliche Mark Bayerns als Markgrafen regierten, die von den älteren Luitpoldingern (Herzöge von Bayern zwischen 908 und 989) abstammten, jedoch - lange nach ihrem Aussterben - als „Babenberger“ bezeichnet werden. Er wurde als ältester Sohn des Markgrafen Ernst des Tapferen von Österreich und der Adelheid aus dem Haus der Wettiner (* um 1040, + 1071), einer Tochter von Dedo II. Markgraf der Lausitz und von Thüringen (+ 1075), geboren.
      Leopold II. folgte 1075 auf seinen Vater Ernst als Markgraf von Österreich - im selben Jahr, in dem nach der Fastensynode im Investiturstreit ein offener Konflikt zwischen König Heinrich IV. der ab 1053 Mitkönig, ab 1056 römisch-deutscher König und von 1084 bis zu seiner Abdankung am 31. Dezember 1105 Kaiser. (+ 1106) und Papst Gregor VII. (Hildebrand von Soana) der von 1073 bis 1085 regierte, ausbrach, der sich wesentlich auf das Leben und auf die Regierung von Markgraf Leopold II. auswirken sollte.
      Leopold II. stand anfangs in bestem Einvernehmen mit König Heinrich IV. aus dem Haus der Salier, der ihm 1076 eine bedeutende Schenkung zukommen ließ, jedoch im selben Jahr von Papst Gregor VII. abgesetzt und exkommuniziert wurde. Selbst nach dem Gang nach Canossa von König Heinrich IV. im Januar 1077 hat sich Leopold II. noch 1077 an dessen Hof aufgehalten.
      Bald darauf kam es jedoch zu einem Zerwürfnis, da Markgraf Leopold II. zu den Förderern der kirchlichen Reformbewegung zählte und in enger Verbindung zu Altmann Bischof von Passau (1065-1091) stand, dem entschiedensten päpstlichen Parteigänger unter den deutschen Bischöfen. Der Streit blieb jedoch nicht auf bilaterale Fragen beschränkt, sondern hatte politische Konsequenzen, da nach der Aufhebung des Bannes viele deutsche Fürsten die Absetzung des Königs und die Wahl eines Nachfolgers betrieben, die bereits auf einer Tagung oppositioneller Fürsten zu Forchheim erfolgte, wo Rudolf von Rheinfelden am 15. März 1077 zum König erhoben wurde. Leopolds Beziehung zu König Heinrich hatte sich spätestens 1078 weiter verschlechtert, als der vom König aus seiner Bischofsstadt vertriebene Altmann von Passau in der Markgrafschaft Österreich, die zu seiner Diözese gehörte und wo das Bistum über ausgedehnte Besitzungen verfügte, Aufnahme und Unterstützung fand.
      In der Folge dürftesich Leopold von König Heinrich losgesagt haben, da dieser 1079 mit einem Heer in die Markgrafschaft Österreich einfiel und Leopold II. zur Unterwerfung zwang. Nachdem Gegenkönig Rudolf von Reinfelden 1080 im Kampf gegen König Heinrich IV. gefallen war, kam es 1081 zur neuerlichen Wahl eines Gegenkönigs, Hermann Graf von Salm. Markgraf Leopold stellte sich auf dessen Seite und nahm diese Wahl zum Anlass, sich im Sommer 1081 auf einer Versammlung in der Stadt Tulln in Anwesenheit der Großen seines Landes öffentlich von König Heinrich loszusagen, dessen Anhänger aus der Mark zu vertreiben und zugleich den Anhängern des Papstes und seines Legaten (Bischof Altmann) bewaffnete Verteidigung zuzusagen. Leopold II. ließ es jedoch nicht bei Worten bewenden, sondern zog gemeinsam mit dem Gegenkönig Hermann von Salm nach Augsburg.
      Diese zweite Absage an Heinrich IV. blieb nicht ohne Folgen, denn der sich zu dieser Zeit in Italien aufhaltende König setzte Markgraf Leopold kurzerhand ab und belehnte seinen treuen Parteigänger Vratislav II., den Herzog von Böhmen, mit der Markgrafschaft Österreich. Als Vratislav versuchte, sich an der Spitze eines Heeres in den Besitz der Mark zu setzen, stellte sich ihm Markgraf Leopold entgegen, worauf es am 12. Mai 1082 zur Schlacht bei Mailberg kam, in der die Oesterreicher eine vernichtende Niederlage erlitten, aus der neben Markgraf Leopold nur wenige Große und Ritter lebend entkamen. Es folgte eine Verwüstung des Landes im Norden der Mark durch die böhmischen Soldaten und anschließend eine Hungersnot, wobei auch ein Landstreifen nördlich der Thaya verloren ging, womit auf lange Zeit die Grenze zu Mähren festgelegt war.
      Trotz der erfolgten Absetzung und der militärischen Niederlage gelang es Markgraf Leopold II., sich in seiner Markgrafschaft zu halten. Er verzichtete jedoch nach diesem Rückschlag darauf, sich an Aktivitäten gegen Heinrich IV. zu beteiligen.
      Die Beziehungen zu Herzog Vratislav II. normalisierten sich, denn dieser erhielt letztlich weder Österreich noch die ihm von Heinrich IV. versprochene Mark Meißen, wurde jedoch dafür entschädigt, indem er im Jahre 1086 für seine Person zum König von Böhmen erhoben wurde. Das Verhältnis zu Böhmen wurde im Jahre 1100 durch die Ehe von Gerberga von Österreich - einer Tochter Leopold II. - mit Bo?ivoj II. von Böhmen (+ 1124) - einem Sohn von König Vratislav II. - konsolidiert.
      Leopolds Freundschaft zu Bischof Altmann von Passau hatte großen Einfluss auf das österreichische Kirchenwesen, da dieser sehr aktiv bemüht war, die wichtigsten Anliegen der gregorianischen Reformbewegung - d. h., primär den Kampf gegen das Eigenkirchenwesen und gegen die Priesterehe - in der Praxis umzusetzen. So reformierte er das schon seit 777 bestehende passauische Eigenkloster Kremsmünster im Sinne der Junggörzer Richtung, die - anders als das französische Reformkloster Cluny - nicht auf der Abschaffung des Eigenkirchenrechtes bestand, sondern sich auf die Zurückdrängung des Einflusses der Laien beschränkte.
      Die Residenz von Markgraf Leopold II. lag auch nicht in Wien, der späteren Hauptstadt Oesterreichs, da das Gebiet von Wien damals noch im Besitz der Grafen von Formbach stand und erst eine Generation später von seinem Sohn Leopold III. erworben werden konnte. Leopold II. residierte wie seine Vorfahren in der Burg von Melk an der Donau, ein Ort, der bereits 831 urkundlich aufscheint und im Nibelungenlied als „Medelike“ erwähnt wird. Die zentral in der Wachau an der Donau gelegene Burg wurde von Markgraf Leopold I. durch Vertreibung des bisherigen Besitzers, des Grafen Sizzo (Sieghard IV.) aus dem Haus der Sieghardinger „erworben“. Leopold II. verlegte seine Residenz jedoch später im Zuge des Ausbaus seiner Herrschaft auf die Burg von Gars am Kamp, die zur Sicherung der Grenze gegen Böhmen von strategischer Bedeutung war. Der Zeitpunkt dieser Uebersiedlung ist nicht bekannt, lässt sich aber ungefähr durch den Umstand bestimmen, dass Markgraf Leopold II. die Burg Melk im Jahre 1089 an den Benediktinerorden übergab. Leopold II. starb am 12. Oktober 1095 vermutlich in seiner Residenz, der Burg Gars am Kamp. Wo Leopold begraben wurde, ist umstritten. Eine Handschriftliche Notiz aus dem 12. Jahrhundert über die Einweihung der Burgkapelle, die dem Heiligen Pankratius geweiht war, erwähnt zwar einen Schrein, in dem Reliquien des Markgrafen Leopold aufbewahrt werden; es ist aber dabei nicht klar, ob es sich dabei um den Sarg, die Gebeine oder sonstige Heiligtümer aus dem Besitz des Markgrafen handelt. Alternativ wäre an das neu gegründete Stift Melk in der alten Residenz seiner Familie zu denken, da Klöster als Begräbnisstätten vornehmer Familien naheliegender waren als Burgen. Allerdings konnte bei einer Untersuchung der Gebeine in Melk im Jahre 1968 kein Hinweis darauf gefunden werden, dass auch Leopold II. dort begraben ist.
      Leopold II. war mit Ida verheiratet, deren Herkunft nicht gesichert ist, die aber vermutlich aus dem Haus der - papsttreuen - Grafen von Formbach (Landkreis Passau) stammt. Vor ihrer Ehe mit Leopold II. war sie vermutlich mit Haderich von Schwarzenburg aus dem oberpfälzischen Geschlecht der Schwarzenburger verheiratet. Im Jahre 1101 schloss sie sich den Herzögen Welf IV. von Bayern (+ 1101) und Wilhelm IX. (Aquitanien) Wilhelm IX. von Aquitanien (+ 1126) an und nahm als eine der ersten namentlich bekannten Kreuzfahrerinnen zusammen mit Erzbischof Thiemo von Salzburg - der gleichfalls aus dem Geschlecht der Grafen von Formbach stammt - am Kreuzzug von 1101 teil, auf dem sie verstarb.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(%C3%96sterreich)

  • Quellen 
    1. [S179] Stammlisten - Herrscherlisten, (Name: wikipedia et alt.;), Babenberger.
      Stammliste der Babenberger und der Liutpoldinger Mit der allgemein angenommenen Verbindung zu den Luitpoldingern.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Babenberger

    2. [S281] Genealogy.eu, The Babenbergs.
      http://genealogy.euweb.cz/babenberg/babenberg.html