Fam. Schachtler-Risi

Ulrich IVon KYBURG-DILLINGEN

Ulrich IVon KYBURG-DILLINGEN

männlich - 1127


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  • Name Ulrich IVon KYBURG-DILLINGEN 
    Geschlecht männlich 
    Tod 27 Aug 1127  St. Märgen, Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Kloster St. Märgen
    Personen-Kennung I18380  schap
    Zuletzt bearbeitet am 8 Nov 2026 

    Vater Hartmann VON DILLINGEN,   geb. zwischen 1040 und 1050, Wittislingen, Dillingen, Bayern, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 16 Apr 1120 (Alter ~ 80 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Mutter Adelheid UDALRICHINGER, (von Winterthur),   geb. um 1050, Kyburg, Zürich, Switzerland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. um 1 Mrz 1125, Neresheim, Ostalbkreis, Baden-Württemberg, Germany Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter ~ 75 Jahre) 
    Beziehung natural 
    Eheschließung um 1070 
    Notizen 
    • Kinder:
      F Adelheid VON DILLINGEN; * ca 1065-78; + 01 Dez 1141, Zwiefalten, Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland
      F Mathilde VON DILLINGEN; * 1070-77; Aebtissin des Klosters Neresheim
      M Hartmann II. VON DILLINGEN; * ca 1070-79; + 1134-36
      M Adalbert I. VON KYBURG-DILLINGEN; * ca 1072-80, Kyburg ZH, Schweiz; + 12 Sep 1151, Neresheim, Ostalbkreis, Baden-Württemberg, Deutschland; Graf von Kyburg
      M Ulrich I. VON DILLINGEN; * ca 1075-85; + 1127, Konstanz, Baden-Württemberg, Deutschland; Bischof von Konstanz
      F Hedwig VON DILLINGEN; * ca 1080; + Zwiefalten, Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland
      F Bertha VON DILLINGEN; * ca 1082
      F Richenza VON KYBURG ca 1090
    Familien-Kennung F1777  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos
    U-mi
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  • Notizen 
    • Ulrich I. von Kyburg-Dillingen (* unbekannt; † 27. August 1127 im Kloster St. Märgen) war Bischof von Konstanz von 1111 bis 1127.

      Ulrich I. von Kyburg-Dillingen war ein jüngerer Sohn des Grafen Hartmann I. von Dillingen und der Adelheid von Winterthur, Tochter von Graf Adalbert II. von Winterthur. Möglicherweise empfing Ulrich seine priesterliche Ausbildung bei den Augustiner-Chorherren im Stift Marbach im Elsass. 1111 von Kaiser Heinrich V. eigenmächtig zum Bischof von Konstanz ernannt, blieb er die ersten acht Jahre seiner Amtszeit jedoch ungeweiht, versah das Amt lediglich als Elekt und konnte erst nach dem Tod Papst Paschalis II. (1118) vom Erzbischof von Mailand die offizielle Bischofsweihe empfangen.
      Um das Jahr 1120 ließ Ulrich I. mit der Burg Castell die erste Höhenburg der Konstanzer Bischöfe im unmittelbaren Vorfeld der Bischofsstadt Konstanz errichten. Diese lag nur wenige Kilometer südwestlich von Konstanz am Abhang des Seerückens an der alten Straße, die von Zürich und Pfyn nach Konstanz führte. Wahrscheinlich wollte Ulrich I. für sich und seine Nachfolger einen wehrhaften Sitz außerhalb Konstanz schaffen, um in Krisenzeiten weniger von dem Wohlwollen der Konstanzer Bürger abhängig zu sein. Dafür, dass die Burg Castell tatsächlich eine zweite Residenz werden sollte, spricht auch der Umstand, dass zwei übereinanderliegende Burgkapellen mit getäfelten Decken eingebaut worden waren.
      Bischof Ulrich war im September 1122 auf der Reichsversammlung in Worms anwesend, die das später sogenannte Wormser Konkordat aushandelte. Er wird als Zeuge in der Urkunde genannt.
      Heiligsprechung von Bischof Konrad: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_I._von_Kyburg-Dillingen#Die_Heiligsprechung_von_Bischof_Konrad
      Der heilige Konrad von Konstanz hatte von einer seiner drei Reisen nach Jerusalem einen Kreuzpartikel mitgebracht, den er einem von ihm gestifteten Hospital in der Vorstadt Stadelhofen schenkte. Deshalb erhielt diese Einrichtung den Namen Crucelin (Crucis Lignum = Holz vom Kreuz), was später zur Bezeichnung Crucelingen und Creuzlingen führte.
      Nach dem Tod Konrads scheint diese Hospital jedoch bald verfallen zu sein. In der „Vita Konradi“, wird es von dem Mönch Udalschalk als „durchs Alter baufällig“ bezeichnet. In einer Urkunde von Kaiser Heinrich V. von 1125 wird das Hospital gar als „teilweise zerstört“ beschrieben und die Nachlässigkeit einiger Nachfolger des Bischofs Konrad dafür verantwortlich gemacht.
      Das erste Fest zu Ehren des Heiligen Konrads 1123, gab Ulrich I. den Anlass, das Hospital Crucelin neu zu begründen. Zunächst stiftete er an der östlichen Grenze der Konstanzer Vorstadt Stadelhofen im freien Feld eine Kirche zu Ehren des heiligen Ulrich, Bischof von Augsburg (923–973) und der heiligen Afra. Dann vereinigte er die Kirche mit dem Hospital und übertrug deren Leitung spätestens 1125 an das von ihm ins Leben gerufenen Augustiner-Chorherrenstift St. Ulrich und St. Afra zu Kreuzlingen (heute Kanton Thurgau, Schweiz). Dieses Doppelpatronat ist ein typisches Augsburger Patronat. Bischof Ulrich I. wählte es, weil er aus derselben Familie entstammte wie der heilige Ulrich von Augsburg. Auch die von Ulrichs Familie als Augustiner-Chorherrenstift errichtete Abtei Neresheim in Neresheim wurde Ulrich und Afra geweiht. Zudem lebte der Mönch Udalschalk, bevor er als Kaplan in Ulrichs Dienste trat, im Augsburger Kloster St. Ulrich und Afra.
      Bei dem Kreuzlinger Augustiner-Chorherrenstift handelte es sich um eine Gemeinschaft von Priestern (nicht Mönchen), die nach den Regeln des heiligen Augustinus lebten und von einem Propst angeführt wurden.
      Als wirtschaftliche Grundlage erhielt der neue Stift von den süddeutschen Herzogsgeschlechtern, der Welfen, der Zähringer und der Staufer umfangreiche Ländereien geschenkt. Weitere Güter steuerte Ulrich I. aus seinem Privatbesitz und aus Bischofseinkünften bei. Die rechtliche Absicherung der Neugründung war bereits Anfang 1125 durch Kaiser Heinrich V. erfolgt, während Papst Honorius II. noch Ende desselben Jahres die geistliche Zustimmung für ein nach den Augustiner Regeln geführtes Stift und Hospital erteilte.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_I._von_Kyburg-Dillingen