Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne Ihre Browser-Einstellungen zu ändern, erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden.
Adolph Iklé (* 21.9.1852 Hamburg, + 2.9.1923 St. Gallen), isr., ab 1895 von St. Gallen. Sohn des Moses, Textilhändlers, und der Sara geb. Jonas. ?oo1) 1879 Agnes Schmidt (+1896), Schauspielerin, aus Coburg, oo2) 1898 Anna Steinlin, von St. Gallen, Tochter des Bernhard, Kaufmanns. Aufgewachsen in Hamburg, kam nach dreijährigem Englandaufenthalt als Kaufmann nach St. Gallen. Gemeinsam mit seinem Bruder Leopold Leiter der Firma lklé Frères in St. Gallen, die mit Herstellung und Export hochwertiger Maschinenstickereien der St. Galler Stickereiindustrie neue Impulse verlieh und zu deren Weltruf beitrug. Als Numismatiker sammelte er Schweizer Münzen und Medaillen, publizierte mit Emil Hahn einen Katalog der Münzen der Stadt St. Gallen. 1911 verkaufte Iklé seine einzigartige Sammlung von 578 Goldmünzen. Uebrige Teile der Sammlung mit Schwerpunkt St. Gallen und vielen Raritäten 1928 aufgelöst. - Quelle: Martin Lory: "Iklé, Adolph", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.01.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/031430/2007-01-25/
Um 1833 kam Moses Ikle (geb. 1803 oder 1804 in Peine) nach Hamburg. In der Familie wird angenommen, dass der Familienname eine Zusammenziehung von Isaak Levi sei, vermutlich hatte sich der Vater von Moses während der Franzosenzeit diesen Namen zugelegt.
Mosos heiratete 1837 in Hamburg Sara Jonas, und wie sein Schwiegervater betrieb er Import und Export von Textilien besonders Stickereien und Spitzen. Bereits 1839 erwähnt das Hamburger Adressbuch den Handel mit französischen und schweizer Manufakturwaren. Auch im Jahre 1848 sind hier Schweizer Waren genannt. Moses Ikle reiste oft in die Schweiz, und er kaufte im Kanton Appenzell und im Oesterreichischen Vorarlberg sog. "St.Galler Stickereien" ein.
Quelle: ANNE WANNER'S Textiles in History / Familie Ikle; http://www.annatextiles.ch/ikle/ikfam/ikfa.htm