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Nabû-bal?tsu-iqbi (auch Nabu-balatsu-iqbi, Nabu-balassu-iqbi) bekleidete als Sohn König Nebukadnezars im 6. Jahrhundert BC das Amt des Gouverneurs in Harran. Er war verheiratet mit Adad-happe und Vater des letzten neubabylonischen Königs Nabonid (Lediglich eine Backsteininschrift aus Harran nennt den Vater des Nabonid abweichend Nusku-bal?stu-iqbi). In den Inschriften wurde Nabû-bal?tsu-iqbi als 'Der weise Prinz' und 'Der Verehrer der großen Götter und Göttinnen' beschrieben. In diversen Inschriften seiner Frau und seines Sohnes taucht er nicht auf, sodass die Vermutung geäussert wurde, er sei früh gestorben. - Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nab%C3%BB-bal%C4%81tsu-iqbi
Nabu-balatsu-iqbi (akkadisch: Nabû-bal?tsu-iqbi) war der Vater des neubabylonischen Königs Nabonid (Regierungszeit 556 BC – 539 BC). Diese geheimnisvolle Gestalt wird nur in Nabonids eigenen Inschriften erwähnt; es gibt keine weiteren Aufzeichnungen über seine Existenz oder seinen Status.
In seinen Inschriften bezeichnet Nabonid seinen Vater Nabu-balatsu-iqbi als „gelehrten Ratgeber“, „weisen Prinzen“, „vollkommenen Prinzen“ und „heldenhaften Statthalter“. Nabonid geht nie näher auf die Herkunft und Ethnie seines Vaters ein, sondern bekräftigt lediglich dessen Mut, Weisheit und Frömmigkeit. In Dokumenten vor Nabonids Regierungszeit taucht keine Person namens Nabu-balatsu-iqbi auf, die mit Sicherheit als Nabonids Vater identifiziert werden könnte, wodurch sein Status und seine Stellung unklar bleiben. Nabonids Mutter, Addagoppe, war mit der Stadt Harran im Norden des Reiches (ehemals eine assyrische Festung) verbunden. Da Addagoppe vermutlich früh in ihrem Leben Nabu-balatsu-iqbi heiratete, war dieser gemäß mesopotamischer Sitte wahrscheinlich ebenfalls ein angesehener Einwohner jener Stadt und möglicherweise assyrischer oder aramäischer Herkunft.
Dass Nabu-balatsu-iqbi in Nabonids Inschriften wiederholt als „Prinz“ bezeichnet wird, deutet auf einen adligen Status und politische Bedeutung hin. Frauke Weiershäuser und Jamie Novotny vermuteten, dass Nabu-balatsu-iqbi ein aramäischer Anführer gewesen sein könnte. Stephen Herbert Langdon stellte die Theorie auf, dass Nabu-balatsu-iqbi ein Sohn des assyrischen Königs Asarhaddon (Regierungszeit 681–669 BC) war, doch gibt es für diese Verwandtschaft keine konkreten Beweise.
Quelle: FamilySearch