Fam. Schachtler-Risi

Gnaeus Pompeius Magnus ()

Gnaeus Pompeius Magnus ()

männlich 29 Sep 106 BC - 28 Sep 48 BC


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Alle

  • Name Gnaeus Pompeius Magnus ()  [1, 2] 
    Geburt 29 Sep 106 BC 
    Geschlecht männlich 
    Tod 28 Sep 48 BC 
    • Pelusium, Aegypten
    Personen-Kennung I10775  schap
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

    Vater Gnaeus Pompius Strabo (),   geb. um 132 BC   gest. 87 BC 
    Beziehung natural 
    Mutter Lucilia (),   geb. um 130 BC 
    Beziehung natural 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Gnaeus Pompeius Magnus
    Familien-Kennung F5478  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 () ANTISTIA 
    Eheschließung 86 BC 
    Scheidung 82 BC 
    Familien-Kennung F5477  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

    Familie 2 Mucia Tertia (),   geb. zwischen 105 BC und 100 BC   gest. nach 30 BC 
    Eheschließung um 79 BC 
    Scheidung 62 BC 
    • wegen erwiesener Untreue mit Cäsar
    Notizen 
    • Kinder:
      M Gnaeus Pompeius den Jüngeren; auf Veranlassung Cäsars 0045 BC in Hispanien hingerichtet
      F Pompeia; oo1 Faustus Cornelius Sulla; oo2 Lucius Cornelius Cinna
      M Sextus Pompeius; konnte mit Hilfe der pompeianischen Partei ab 0043 BC eine starke Machtposition in Sizilien errichten, von wo er sich für die Wiederherstellung der Familienehre einsetzte.
    Kinder 
     1. Pompeia (),   geb. um 75 BC  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F7120  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 31 Okt 2026 

  • Fotos
    Pompejus Magnus
    Pompejus Magnus
    Gnaeus Pompeius Magnus ()
    Gnaeus Pompeius Magnus ()
    Büste von Pompeius dem Großen in der Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen (Bildausschnitt)

  • Notizen 
    • oo1 (086 BC) mit Antistia; o/o 082 BC
      oo2 (082 BC) mit Aemilia Scaura
      oo3 (ca. 079 BC) Mucia Tertia; o/o 062 BC
      oo4 (052 BC) mit Cornelia Metella
      oo5 (APRIL 059BC ) mit Iulia

      Gnaeus Pompeius Magnus (deutsch auch Pompejus; * 29. September 106 BC; + 28. September 48 BC bei Pelusium) war ein römischer Politiker und Feldherr, bekannt als Gegenspieler Gaius Iulius Cäsars. Er galt bis zu seiner Niederlage gegen Cäsar als der brillanteste Heerführer seiner Zeit (der Beiname Magnus, deutsch „der Große“, spielt auf Alexander den Großen an), scheiterte aber immer wieder an den innenpolitischen Mechanismen Roms, in die er sich nie völlig einfügen wollte und konnte. Bedeutsam über seine Zeit hinaus waren manche seiner organisatorischen Maßnahmen, die das spätere Kaiserreich vorwegnahmen.
      Die Pompeii waren ein plebejisches Geschlecht, das aus Picenum, nordöstlich von Rom, stammte und erst relativ spät in der römischen Politik in Erscheinung trat. - Sextus Pompeius, der Großvater von Gnaeus Pompeius Magnus, war 118 BC Statthalter von Makedonien, wo er starb, bevor ihm der Aufstieg zum Konsulat gelang. Mehr ist von Pompeius’ Vater bekannt: Gnaeus Pompeius Strabo war ebenfalls als Statthalter in Makedonien tätig, vor allem ist aber sein Engagement im Bundesgenossenkrieg zu nennen. Strabo, der während des Krieges im Jahr 89 BC Konsul wurde, obwohl er viele Feinde im Senat hatte, versuchte in diesem Konflikt wohl seine eigene Position auszubauen und zu verstärken. Sein Vorgehen war zum einen brutal (er ließ nach Einnahme der Stadt Asculum deren Bevölkerung töten), zum anderen überaus undurchsichtig. Außerdem machte er sich unbeliebt, als er die Beute, die er aus Asculum herausgepresst hatte, seinem Privatvermögen und nicht dem römischen Staatsschatz zuführte. In Strabos Heer kam es zu Unruhen sowie einem Anschlag auf ihn und seinen Sohn Gnaeus, der bereits 17-jährig an der Seite seines Vaters kämpfte. 87 BC kam es zu einer Meuterei, die er mit seinem Sohn Gnaeus erfolgreich niederschlug. Strabo starb 87 BC, vermutlich an einer Seuche; der junge Gnaeus Pompeius musste mitansehen, wie der Leichnam seines Vaters von einer Menschenmenge durch die Stadt geschleift wurde.
      Nach dem Tod seines Vaters und der Einnahme Roms durch die Popularen wurde Pompeius wegen Beuteunterschlagung angeklagt, erreichte durch Heirat mit Antistia, der Tochter des Richters, jedoch einen Freispruch. Im anschließenden Bürgerkrieg trat er auf die Seite Sullas, den er mit einem selbstausgehobenen Heer unterstützte. Im Jahr 82 BC verheiratete ihn Sulla mit seiner Stieftochter Aemilia. Diese Ehe mit der Tochter des berühmten patrizischen Politikers Marcus Aemilius Scaurus bedeutete für Pompeius eine familiäre Verbindung mit der Nobilität. Nach Aemilias Tod noch im selben Jahr vermittelte ihm Sulla die Ehe mit Mucia Tertia. Obwohl Pompeius für ein reguläres militärisches Kommando eigentlich noch viel zu jung war und die erforderlichen Aemter nicht vorweisen konnte, führte er, von Sulla beauftragt, zwei Feldzüge gegen die verbliebenen Anhänger des älteren Marius in Sizilien, wo er auch den dreimaligen Konsul Gnaeus Papirius Carbo töten ließ, und in Nordafrika. Nach seiner Rückkehr erhielt Pompeius gegen den anfänglichen Widerstand Sullas 79 BC einen Triumph zugesprochen.
      Nach Sullas Tod erlangte Pompeius 77 BC ein prokonsulares Imperium, das mit der Statthalterschaft der Provinz Hispania citerior verbunden war, und er kämpfte gegen Quintus Sertorius in Spanien. Erst als dieser einer Verschwörung der eigenen Gefolgsleute zum Opfer fiel, konnte Pompeius zusammen mit Quintus Caecilius Metellus Pius den verlustreichen Krieg erfolgreich beenden. Bei seiner Rückkehr nach Italien mit seinem Heer 71 BC besiegte er die versprengten Reste von Spartacus’ Sklavenheer. Pompeius erhielt einen weiteren Triumph und wurde im folgenden Jahr 70 BC zusammen mit Marcus Licinius Crassus, der den eigentlichen Krieg gegen die Hauptarmee der Sklaven erfolgreich geführt hatte, Konsul.
      Piratenkrieg und 3. Mithridatischer Krieg
      Triumvirat
      Der Bruch mit Cäsar und der Weg zum Bürgerkrieg
      Am 7. Januar 49 BC verkündete ein Senatsbeschluss den Staatsnotstand (Senatus consultum ultimum), und Pompeius wurde beauftragt, die Republik gegen Cäsar zu verteidigen
      Vier Tage später überschritt Cäsar den Rubikon, den Grenzfluss seiner Provinz Gallia Cisalpina, womit er gegen die Verfassung der Republik handelte und den Bürgerkrieg vom Zaun brach. Pompeius wurde vom Senat beauftragt, die Stadt Rom zu beschützen. Doch Pompeius wusste, dass seine Streitkräfte in Italien zu schwach waren. Zwar unterstanden ihm zehn Legionen, aber der Großteil dieses Heers war in Spanien stationiert und nicht schnell genug verfügbar. Außerdem war er sich sicher, dass Cäsar nicht nur mit einer Legion einmarschieren würde, sondern mit seinem gesamten Heer. So musste er notgedrungen eine evocatio veranlassen, was die Reaktivierung von Veteranen als sogenannte Evocati zur Ergänzung seiner Legionen bedeutete, aber nicht von allen Senatoren ohne Widerspruch hingenommen wurde.
      Pompeius war sich des Rückhalts der italischen Städte zu sicher gewesen. Aber selbst viele seiner Verbündeten aus dem Lager der Optimaten wollten sich ihm nicht unterordnen, weil sie die Konzentration der militärischen Macht auf eine Person für unrepublikanisch hielten. Erst Ende des Jahres 49 BC wurde Pompeius der Oberbefehl übertragen, doch bestand das Zerwürfnis in seinem eigenen Lager fort. Der charismatische Cäsar dagegen konnte sich auf die Treue seiner Legionen stützen, die sich ihm persönlich verbunden fühlten (Heeresklientel). Die Uneinigkeit zwischen Pompeius und den übrigen Senatoren und Amtsträgern sollte sich vor allem in der Schlacht von Pharsalos rächen. - Pompeius räumte die Stadt Rom und zog mit einigen ihm treu ergebenen Senatoren nach Brundisium, um sich gen Griechenland einzuschiffen. Cäsar konnte die Ueberfahrt nach Griechenland trotz Belagerung nicht verhindern. Pompeius versuchte, die ihm treu ergebenen Truppen im Osten zu erreichen und seine Klientel auf sich zu verpflichten. Cäsar wandte sich erst nach Spanien und nahm dort weitgehend kampflos die Städte ein. Währenddessen war es Pompeius möglich, große Truppen auszuheben. Es gab Befürchtungen, dass er damit in Italien landen wolle, um Cäsar zu stellen. Dies bewahrheitete sich allerdings nicht. Pompeius verbrachte den Winter in Thessaloniki. Er bewegte sich erst in Richtung Westen, als Cäsar bereit war, das Ionische Meer zu überqueren. Dieses wurde von Marcus Calpurnius Bibulus bewacht, dem Cäsar allerdings erfolgreich auswich. Cäsar setzte im Januar 48 BC nach Griechenland über, und beide Armeen marschierten nach Dyrrhachium, wo Cäsar in der Schlacht von Dyrrhachium an den Rand einer Niederlage geriet. - Pompeius, der sein militärisches Koennen bereits mehrfach unter Beweis gestellt hatte, versuchte eine Entscheidungsschlacht zu vermeiden, wurde aber von den Senatoren dazu gezwungen. In der Schlacht von Pharsalos in Thessalien erlitt Pompeius am 9. August 48 BC eine vernichtende Niederlage.
      Nach der Niederlage bei Pharsalos floh Pompeius nach Aegypten, wo ihn die Höflinge des Kindkönigs Ptolemaios XIII. am 28. September, einen Tag vor dem 58. Geburtstag des Feldherrn, ermorden ließen. Sein abgeschlagener Kopf wurde später Cäsar übergeben. Angeblich weinte Cäsar, als er den abgeschlagenen Kopf sah. Er ließ ihn als Zeichen seiner Milde (clementia) bestatten.
      Pompeius war fünfmal verheiratet:
      (oo1) In jungen Jahren schon heiratete er Antistia. Aus politischen Gründen ließ er sich scheiden und heiratete
      (oo2) Aemilia, die Stieftochter Sullas. Auch sie musste sich für die Ehe mit Pompeius erst scheiden lassen. Sie starb wenig später bei der Frühgeburt eines Kindes, das sie noch von ihrem ersten Mann erwartete.
      (oo3) 80 BC heiratete Pompeius seine dritte Frau, Mucia Tertia. Mit dieser hatte er drei Kinder: Gnaeus Pompeius den Jüngeren, eine Tochter Pompeia, die erst mit Faustus Cornelius Sulla und nach dessen Tod vermutlich mit Lucius Cornelius Cinna verheiratet war, und Sextus Pompeius. Während Gnaeus Pompeius der Jüngere auf Veranlassung Cäsars bereits 45 BC in Hispanien hingerichtet wurde, überlebte Sextus und konnte mit Hilfe der pompeianischen Partei ab 43 BC eine starke Machtposition in Sizilien errichten, von wo er sich für die Wiederherstellung der Familienehre einsetzte. - Nach seiner Rückkehr aus dem Osten trennte sich Pompeius von Mucia Tertia wegen Untreue (62 BC).
      (oo4) Drei Jahre später heiratete er in vierter Ehe Iulia, die Tochter Cäsars, die jedoch im Kindbett starb (54 BC).
      (oo5) Seine letzte Ehefrau wurde Cornelia Metella (52 BC).
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Pompeius_Magnus

  • Quellen 
    1. [S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Gnaeus Pompeius Magnus.
      Gnaeus Pompeius Magnus (deutsch auch Pompejus; * 29. September 106 BC; † 28. September 48 BC bei Pelusium) war ein römischer Politiker und Feldherr, bekannt als Gegenspieler Gaius Iulius Cäsars. Er galt bis zu seiner Niederlage gegen Cäsar als der brillanteste Heerführer seiner Zeit (der Beiname Magnus, deutsch „der Große“, spielt auf Alexander den Großen an), scheiterte aber immer wieder an den innenpolitischen Mechanismen Roms, in die er sich nie völlig einfügen wollte und konnte. Bedeutsam über seine Zeit hinaus waren manche seiner organisatorischen Maßnahmen, die das spätere Kaiserreich vorwegnahmen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Pompeius_Magnus

    2. [S204] Steinlin, Uli W., Die Vorfahren der Familie Steinlin von St. Gallen, Gnaeus POMPEIUS Magnus, * 106 BC, + 48 BC.
      394-10.5