Fam. Schachtler-Risi

Antiochos EPIPHANES, IV.

Antiochos EPIPHANES, IV.

männlich zwischen 221 BC und 215 BC - 164 BC


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Alle

  • Name Antiochos EPIPHANES  [1, 2, 3] 
    Suffix IV. 
    Geburt zwischen 221 BC und 215 BC 
    Geschlecht männlich 
    Dynasty Seleukiden  [4] 
    Tod 164 BC 
    Personen-Kennung I10529  schap
    Zuletzt bearbeitet am 8 Nov 2026 

    Vater König des Seleukidenreiches Antiochos SELEUKIDEN, III.,   geb. zwischen 242 BC und 240 BC   gest. 4 Jun 187 BC, Shush, Khuzestan, Iran Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Beziehung natural 
    Mutter Laodike VON PONTOS, III.,   geb. um 240 BC   gest. zwischen 192 BC und 177 BC 
    Beziehung natural 
    Eheschließung 222 BC 
    Notizen 
    • Kinder:
      M Seleukos IV. VON SYRIEN, König DER SELEUKIDEN; + 0175 BC
      F Kelopatra I. VON SYRIEN, ; * um 0204 BC; + 0176 BC
      M Antiochis VON SYRIEN,
      M Antiochos IV. VON SYRIEN
      F Laodike VON SYRIEN
      F Laodike IV. VON SYRIEN
      M Ardys VON SYRIEN
      M Maithridates VON SYRIEN
      F NN VON SYRIEN
    Familien-Kennung F4806  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Laodike VON SYRIEN, IV.   gest. um 162 BC 
    Eheschließung 196 BC 
    • Geschwisterehe
    Notizen 
    • Kinder:
      M Antiochos V.; * 0172 BC; + 0162 BC
      F Laodike; + 0115 BC ermordet; oo König Mithridates V. von Pontos
      F Nysa; oo (0172/71 BC) Pharnakes I. von Pontos
    Kinder 
     1. Laodike VON SYRIEN, VI. (IV.),   geb. um 175 BC   gest. zwischen 115 BC und 110 BC  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
     2. Nysa VON SYRIEN,   geb. zwischen 196 BC und 193 BC  [Vater: natural]  [Mutter: natural]
    Familien-Kennung F5298  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 8 Nov 2026 

  • Fotos
    Antiochos IV.
    Antiochos IV.

  • Notizen 
    • Antiochos IV. Epiphanes (* um 215 BC; + 164 BC) war ein König aus der Dynastie der Seleukiden. Er war der jüngste Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos. - Als tatkräftigem Herrscher gelang es Antiochos, das Seleukidenreich, das unter seinem Vater eine schwere Niederlage gegen Rom erlitten hatte, weitgehend zu stabilisieren. Im Sechsten Syrischen Krieg waren seine Truppen in Aegypten erfolgreich, doch ein römisches Ultimatum zwang ihn zum Rückzug („Tag von Eleusis“). Einen Putschversuch gegen den von ihm eingesetzten Hohepriester in Jerusalem beantwortete Antiochos mit extrem repressiven Maßnahmen gegen das Judentum. Der dadurch ausgelöste Makkabäeraufstand kam erst nach dem unerwarteten Tod des Königs auf einem Feldzug im Osten seines Reichs zum Erfolg.
      In den antiken Quellen wird Antiochos IV. erstmals im Kontext des Friedens von Apameia 188 BC erwähnt. Eine der Friedensbedingungen war nämlich, dass Antiochos III. diesen seinen jüngsten Sohn als Geisel nach Rom entsenden musste. Der junge Seleukide hatte im Gegensatz zu seinen 220 BC und um 219 BC geborenen Brüdern noch keine politischen oder militärischen Aufgaben wahrgenommen. Nachdem er Kindheit und frühe Jugend am seleukidischen Hof verbracht hatte, markierte Apameia einen Bruch in seiner Biografie. Für die ganze Familie waren die Friedensbedingungen ein erheblicher Prestigeverlust, Antiochos IV. war zusätzlich durch Einschränkung seiner Freiheit und seiner finanziellen Möglichkeiten persönlich betroffen. In Rom lebte er zehn Jahre lang, bis er 178 BC gegen seinen Neffen Demetrios ausgetauscht wurde. Von Demetrios ist bekannt, dass er in seiner Zeit als Geisel in Rom an Jagden teilnahm und mit römischen und griechischen Altersgenossen Kontakte pflegte; diese relativ komfortable Situation ist auch für Antiochos IV. zu vermuten. So waren die Jahre in Rom für ihn doppelt nützlich: er knüpfte Kontakte mit wichtigen Familien Roms und gewann Eindrücke davon, wie politische Entscheidungen in der Römischen Republik zustande kamen. Der Austausch gegen seinen Neffen Demetrios geschah wohl auf römischen Wunsch. Denn mittlerweile regierte Seleukos IV., Antiochos’ älterer Bruder, der mehrfach römische Interessen missachtete. Die Geiselhaft seines eigenen Sohnes war daher ein (aus römischer Sicht nötiges) stärkeres Druckmittel als die Geiselhaft seines Bruders.
      Antiochos war nun frei, aber eine Rückkehr ins Seleukidenreich war keine Option. Als jüngerer Bruder des Herrschers hätte er Ansprüche auf die Thronnachfolge gehabt - zum Nachteil für die Kinder des Seleukos, insbesondere die römische Geisel Demetrios. Antiochos wählte Athen als neuen Aufenthaltsort: ein politisch neutrales Terrain und ein Ort mit großem kulturellem Prestige; falls er noch Ambitionen auf den seleukidischen Thron hatte, war Athen auch hierfür eine gute Basis. Wie er seinen Lebensunterhalt über mehrere Jahre in Athen finanzierte, ist nicht bekannt. 175 BC fiel Seleukos IV. einem Mordanschlag des Heliodor zum Opfer. Er hinterließ zwei Thronerben: der ältere, Demetrios, war immer noch als Geisel in Rom, seine Freilassung stand nicht zu erwarten, und der jüngere, Antiochos, war ein etwa fünfjähriges Kind. Ein Kreis, zu dem sowohl Laodike, die Witwe des Ermordeten, gehörte, als auch der Königsmörder Heliodor, bildeten in Antiochia am Orontes eine Regierung, offiziell um die Interessen des Kindkönigs zu vertreten.
      Eumenes II., der Herrscher des pergamenischen Reichs, unterstützte Antiochos IV. darin, den Thron des Seleukidenreichs zu beanspruchen. Grundsätzlich war ein gutes Verhältnis zwischen pergamenischem und seleukidischem Reich für Eumenes und für Antiochos Wünschenswert; hinzu kam eine Annäherung zwischen Makedonien und dem Seleukidenreich in der Aera Seleukos’ IV.: eine Umklammerung des pergamenischen Reichs, die für die Attaliden bedrohlich war. Die Attaliden statteten Antiochos mit Truppen, Geld und königlichen Insignien aus, woraufhin er die Grenze des Seleukidenreichs überschritt. Dann ging alles sehr schnell. Etwa einen Monat später war Antiochos IV. Herrscher des Seleukidenreichs, hatte die Witwe seines Bruders geheiratet (die danach aus den Quellen verschwindet) und den Kindkönig, seinen Neffen, adoptiert. Für beide war es vermeintlich sicherer, unter dem Schutz des Schwagers bzw. Onkels zu stehen als unter dem Schutz des Königsmörders Heliodor. Antiochos IV. wiederum konnte durch Ehe, Adoption und durch die Hinrichtung Heliodors seine Herrschaftslegitimation stärken. Da er bereits vor seiner Ankunft in Syrien das Diadem angenommen hatte, war dies eine Kompromisslösung, um den eigenen Anspruch mit der Tatsache zu vereinbaren, dass das Kind Antiochos ebenfalls als König anerkannt wurde. Laut Appian erhielt er von der Bevölkerung Syriens den Beinamen Epiphanes („der Erscheinende“), da er sich durch die Beseitigung des Usurpators als rechtmäßiger König erwiesen habe. Zusätzlich erreichte Antiochos IV. die Bestätigung seiner Herrschaft durch Rom, die 173 in eine Erneuerung des Freundschaftsbündnisses, das unter Antiochos III. vereinbart worden war, zum Abschluss kam.
      Antiochos unterstützte, ebenso wie Eumenes II. von Pergamon, die gegen Makedonien gerichtete Politik Roms, betrieb aber darüber hinaus eine eigenständige Außenpolitik. Mit Byzantion, das für seine makedonenfreundliche Haltung bekannt war, ging er enge Beziehungen ein und erhielt dafür 172 BC die Proxenie der Stadt; dass er damit Rom und Pergamon verstimmte, nahm er in Kauf.
      Antiochos nahm um 173 offiziell die Beinamen Theos („Gott“) und Epiphanes („der Erscheinende“) an; zugleich wurden für den Kindkönig Antiochos keine Münzen mehr geprägt. Beides zeigt, dass Antiochos IV. die Herrschaft auf seine Person konzentrierte und den gleichnamigen Neffen verdrängte. Der gewaltsame Tod des Neffen im Sommer 170 BC ging vermutlich auf Veranlassung Antiochos’ IV. zurück. Der Junge hatte seine Nuetzlichkeit zur Herrschaftslegitimation des Antiochos verloren und wäre bei Erreichen der Volljährigkeit zum Konkurrenten geworden. Als vermeintlichen Mörder ließ der König seinen engsten Vertrauten Andronikos hinrichten. Dieser mag als Ausführender oder Mitwisser beteiligt gewesen sein, war aber kaum der Verantwortliche, da er vom Tod des Jungen keinen Vorteil hatte, Antiochos hingegen sehr wohl.
      Kennzeichen der Regierung Antiochos’ IV.: Stiftungspolitik, Städtebau, Münzprägung und Tempelplünderungen
      Konflikt mit Aegypten
      Antiochos IV. ist der Nachwelt vor allem bekannt durch seine gegen die jüdische Religion gerichteten Maßnahmen, die literarisch im biblischen Buch Daniel, im 1. und 2. Buch der Makkabäer, in den Schriften des Flavius Josephus und bei weiteren antiken Autoren verarbeitet wurden. - Der von Antiochos eingesetzte Hohepriester Menelaos hatte in wenigen Jahren den Rückhalt in der Bevölkerung verspielt. Er war in sein Amt gekommen, weil er dem König erhöhte Tributzahlungen versprochen hatte; entsprechend erhöhte er die Abgabenlast der jüdischen Landbevölkerung und lieferte zusätzlich den Tempelschatz an Antiochos aus. Ohne die finanziellen Grundlagen und die Kultgeräte konnte der Tempelkult aber nicht mehr in der traditionellen Weise stattfinden. - Das 2. Buch der Makkabäer beschreibt in 5,1-12 , wie der von Antiochos IV. abgesetzte ehemalige Hohepriester Jason während des Sechsten Syrischen Krieges versuchte, sich in Jerusalem wieder an die Macht zu putschen und dabei den amtierenden Hohepriester Menelaos erheblich in Bedrängnis brachte. - Antiochos konnte in diesen Vorgängen gar nichts anderes sehen als den Aufstand gegen die seleukidische Oberherrschaft. Nach dem „Tag von Eleusis“ reagierte der König mit großer Härte auf das, was er als Illoyalität bewertete. Hatte Antiochos III. nach der Schlacht bei Paneion (um 200 BC) den Jerusalemern wegen ihrer Loyalität das Recht verliehen, nach den väterlichen Gesetzen zu leben, so hatten sie dieses Recht aus Sicht Antiochos’ IV. offenbar verwirkt. Josephus vermutete hinter Jason eine pro-ptolemäische Partei. Unabhängig davon, ob der alexandrinische Hof hinter dem Putschversuch stand, mussten die Jerusalemer Aufständischen dort Unterstützung suchen. Einen ptolemäischen Stützpunkt in Judäa konnte Antiochos aber keinesfalls zulassen. Antiochos ließ die Jerusalemer Bevölkerung deshalb im Spätsommer 168 nach Kriegsrecht bestrafen und verbot im Dezember 168 die Ausübung der jüdischen Religion; damit sollte die ptolemäerfreundliche Priesterschaft besonders getroffen werden und Aemter, Privilegien und Einfluss auf die Bevölkerung verlieren. - Das Religionsedikt des Antiochos ist ein Bündel unterschiedlicher Maßnahmen: mehrere Verbote richten sich gegen die Befolgung der Tora (Sabbat, Beschneidung, jüdische Opfer), während Praktiken anderer Kulte wie Opfer für Zeus Olympios oder Teilnahme an der Dionysosprozession verbindlich gemacht wurden. Es kann festgestellt werden, dass das Edikt durch das Zusammenwirken zwischen dem König, der seleukidischen Administration und dem Hohepriester Menelaos zustande kam. Antiochos wollte damit Ruhe und Ordnung in Judäa wieder herstellen und erreichte das Gegenteil. - Indes vergingen Wochen oder Monate, ehe sich bewaffneter Widerstand unter der Führung der Makkabäer formierte. Deren Erfolge zeigten strukturelle Defizite der seleukidischen Verwaltung auf, deren Funktionsträger unkoordiniert vorgingen. Für Antiochos hatte der Aufstand in Judäa keine Priorität. Er machte den Aufständischen zwischenzeitlich ein Amnestieangebot, hielt aber an dem von ihm eingesetzten Hohepriester Menelaos fest und damit an seinem Recht, Jerusalemer Hohepriester zu bestimmen. Nachdem sein Angebot unbeantwortet geblieben war, beauftragte er den Strategos Lysias damit, den Aufstand niederzuschlagen, während er sich anderen Aufgaben im Osten des Reichs zuwandte. Lysias brachte Judäa auch sukzessive unter seine Kontrolle, aber der Tod des Königs Ende 164 verhinderte die völlige Niederschlagung des Aufstands.
      Feiern in Daphne
      Sicherung der seleukidischen Herrschaft im Osten
      Antiochos verstarb während seines Feldzugs in den Osten. - Sowohl Polybios als auch Porphyrios berichten, Antiochos sei in Tabai in der Persis gestorben; ein Ort dieses Namens ist allerdings unbekannt. Daher wird eine Verschreibung des griechischen Buchstabens Gamma zu Tau vermutet; zwei Orte namens Gabai werden als Sterbeort diskutiert:
      ° Gabai, das heutige Isfahan;
      ° Gabai im Südosten der Persis, nahe der Grenze zu Karmanien.
      Das 1. und das 2. Buch der Makkabäer stellen eine Beziehung zwischen den Ereignissen in Judäa und dem Ende des Königs her. Nach 1 Makk 6,8-16 EU erleidet der König einen Schwächeanfall, als er von der Niederlage seines Stellvertreters Lysias in Judäa erfährt. Nach 2 Makk 9,4-7 EU veranlassen Nachrichten über die Erfolge der aufständischen Judäer den König, schleunigst dorthin zu reisen. Unterwegs wird er von verschiedenen qualvollen Krankheiten heimgesucht und erleidet dazu den Sturz aus seinem Wagen. Die Tendenz, den Tod des Königs mit seiner Politik in Judäa in Beziehung zu bringen, ist in beiden Berichten offensichtlich.
      Antiochos IV. war mit Laodike verheiratet, die zuvor schon mit seinem Bruder Seleukos IV. verheiratet gewesen war. Sie war vermutlich identisch mit der Schwestergemahlin des ältesten Bruders, der ebenfalls Antiochos hieß, und wäre somit auch die Schwester von Seleukos IV. und Antiochos IV. gewesen. Mit ihr hatte er mindestens drei Kinder.
      Der Seleukidenkönig Alexander I. Balas gab sich als ein unehelicher Sohn von ihm aus.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Antiochos_IV.

  • Quellen 
    1. [S204] Steinlin, Uli W., Die Vorfahren der Familie Steinlin von St. Gallen, Antiochos IV, König VON SYRIEN, * um 215 BC, + 163 BC.
      402-11.4 und 405-1.3


    2. [S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Antiochos IV.
      Antiochos IV. Epiphanes (altgriechisch ???????? ? ???????? Antíochos ho Epiphan?s, deutsch ‚der Erscheinende (Gott)‘; * um 215 BC; † 164 BC) war ein König aus der Dynastie der Seleukiden. Er war der jüngste Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Antiochos_IV.

    3. [S188] Community, _GeneaNet, (Name: Geneanet SAS; Location: 165 bis, rue de Vaugirard / 75015 Paris / France; Date: 1996;), _Familiengeschichte von Bernd Josef JANSEN, +(33)1 42 74 40 30.
      Stammbaumbesitzer: Bernd Josef JANSEN (bjjansen)

      https://gw.geneanet.org/bjjansen

    4. [S179] Stammlisten - Herrscherlisten, (Name: wikipedia et alt.;), Seleukidenreich.
      Das Seleukidenreich gehörte zu den hellenistischen Diadochenstaaten, die sich nach dem Tod Alexanders des Großen bildeten. Während des 3. und 2. Jahrhunderts BC beherrschte das 312 BC begründete Reich den Vorderen Orient und erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung von Kleinasien bis Baktrien. - Die makedonische Dynastie der Seleukiden wurde zum Nachfolger der Achaimeniden, die in den zwei Jahrhunderten vor Alexander in diesem Gebiet geherrscht hatten. Der Name der Familie wird von ihrem Gründer Seleukos I. Nikator abgeleitet, der sich ab 320 BC in den asiatischen Satrapien des Alexanderreiches als Herrscher durchsetzte und schließlich den Königstitel annahm. In der westlichen Geschichtsschreibung treten die Seleukiden zum einen als Gegenspieler des Römischen Reiches während des Römisch-Syrischen Krieges (192–188) unter Antiochos III. dem Großen in Erscheinung, zum anderen als Fremdherrscher während des jüdischen Makkabäeraufstandes (167–142).
      https://de.wikipedia.org/wiki/Seleukidenreich