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Ostrogotha war ein Anführer der Goten zur Zeit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts und hat um 250 gegen die Römer im Donauraum agiert.
Ein Gote namens Ostrogotha („Glanzgote“) wird von dem um 550 schreibenden spätantiken Historiker Jordanes erwähnt. Dieser berichtet (gestützt auf seine Quelle, die verlorene Gotengeschichte Cassiodors) von einem Ostrogotha im Stammbaum der gotischen Amaler. Ein Ostrogotha soll zudem zur Zeit des Kaisers Philippus Arabs (wohl 249) mit einem gotischen Verband die Donau überschritten und in die römischen Provinzen Moesien und Thrakien eingefallen sein. Der spätere Kaiser Decius konnte ihn nicht besiegen, woraufhin Ostrogotha erneut römisches Gebiet überfiel. In diesem Zusammenhang weicht die Darstellung bei Jordanes von der über die Ereignisse der Gotenkämpfe bei Zosimos und Johannes Zonaras ab, die beide Ostrogotha nicht erwähnen. Für Jordanes war der Amaler Ostrogotha der Stammvater der (allerdings erst später „entstandenen“) Ostgoten und habe weiter über die Goten geherrscht, bis Kniva seine Nachfolge angetreten hat; er habe zudem über die Gepiden gesiegt. Dieser Gepidensieg würde aber in die Zeit um 290 fallen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostrogotha
[S195] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, Ostrogotha.
Ostrogotha war ein Anführer der Goten zur Zeit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts und hat um 250 gegen die Römer im Donauraum agiert.
[S179] Stammlisten - Herrscherlisten, (Name: wikipedia et alt.;), Amaler.
Die Amaler waren ein gotisches Herrschergeschlecht, welches das Königtum bei den Ostgoten innehatte und unter Ermanarich im 4. Jahrhundert das ganze Gotenreich beherrscht haben soll (vgl. Ammianus Marcellinus, 31,3,1). Ermanarich ist auch der erste historisch verbürgte Amaler. Die Rekonstruktion des Jordanes (Getica 79, wohl basierend auf Cassiodor) eines uralten Stammbaums ist hingegen nicht glaubwürdig und problematisch. Laut Herwig Wolfram konstruierte Cassiodor diese Genealogie, um den Gotenkönig Athalarich (516–534) durch die Fiktion einer angeblich göttlichen Abstammung aufzuwerten. Demselben Zweck diente die Zahl der Generationen vor diesem, nämlich sechzehn, die genau der Zahl der Vorfahren von Romulus und Remus bis auf Aeneas entspricht, siehe Liste der Könige von Alba Longa. Etymologie und Bedeutung des Namens sind unbekannt.